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Vogelgrippe: Infektionsrisiko auch beim Menschen

Die Vogelgrippe – auch Geflügelpest genannt – wird durch verschiedene Grippeviren übertragen und ist insbesondere für Hühnervögel gefährlich. Doch auch Menschen können sich mit den Erregern anstecken und erkranken. Forschende berichten nun, dass ein mutiertes Abwehrgen das Infektionsrisiko erhöht.

Wie auf der Webseite der Bundesregierung erklärt wird, ist die Vogelgrippe eine bereits seit über 100 Jahren bekannte Erkrankung, die von Grippeviren (Influenza-A-Virus) verursacht wird. Bei diesem Virustyp gibt es 16 bekannte Unterarten (so genannte H-Subtypen). Auch Menschen können sich damit anstecken. Warum es Vogelgrippeviren gelingt, die Immunabwehr von manchen Menschen zu überwinden, erforschen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in Deutschland und China.

Tierische Viren können auf Menschen überspringen

Das Coronavirus SARS-CoV-2 hat auf eindrückliche Weise gezeigt, dass tierische Viren auf den Menschen überspringen können. Die Übertragung der Erreger vom Tier zum Mensch, sogenannte Zoonosen, kann häufig zu schweren Erkrankungen führen und sogar globale Pandemien auslösen.

Welche Faktoren ermöglichen oder verhindern, dass Vogelgrippeviren den Menschen infizieren, untersucht ein Forschungsteam der Medizinischen Fakultät der Universität Freiburg, der Sun Yat-sen University in Shenzhen, China, sowie dem Chinese Center for Disease Control and Prevention in Peking, China.

Laut einer aktuellen Mitteilung ist es den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern jetzt gelungen, ein humanes antivirales Protein zu identifizieren, das entscheidend daran beteiligt ist, Infektionen von Menschen mit aviären Influenzaviren, also Vogelgrippeviren, zu verhindern.

Ihre Erkenntnisse veröffentlichten die Forschenden vor kurzem in dem Fachmagazin „Science“.

Risikofaktor identifiziert

„Bislang lässt sich nur schwer vorhersagen, warum manche Menschen ernsthaft an einem Vogelgrippevirus erkranken. Wir konnten nun einen Risikofaktor beim Menschen identifizieren“, erläutert Prof. Dr. Martin Schwemmle, Forschungsgruppenleiter am Institut für Virologie des Universitätsklinikums Freiburg.

Patientinnen und Patienten, die sich mit den aviären Influenzaviren des Typs H7N9 infizierten, trugen häufiger Mutationen in ihren MX1 Genen als die allgemeine Bevölkerung. Das MX1 Gen kodiert das antivirale Protein MxA, das laut den Fachleuten als wesentlicher Bestandteil der genetischen Virusabwehr beim Menschen gilt.

Schon in früheren Studien konnten die Freiburger Forschenden zeigen, dass das Abwehrprotein MxA deutlich stärker die Vermehrung von aviären Influenzaviren hemmt als die von saisonalen Grippeviren, die sich bereits an den Menschen angepasst haben. Die nun entdeckten Mutationen führten zu einem kompletten Verlust der Fähigkeit von MxA, aviäre Influenzaviren abzuwehren.

„Die laborbasierten Ergebnisse unserer vorangegangenen Arbeiten deuteten bereits darauf hin, dass MxA bei der Abwehr von Vogelgrippeviren eine wichtige Rolle spielen könnte. Allerdings fehlten bisher Beweise aus der menschlichen Bevölkerung, dass MxA tatsächlich solch eine Schlüsselfunktion im Menschen zukommt“, so Dr. Laura Graf, Molekulare Medizinerin am Institut für Virologie des Universitätsklinikums Freiburg.

Risikogruppen besser schützen

Die aktuellen Studienerkenntnisse zeigen, dass Trägerinnen und Träger inaktiver MxA Proteine ein erhöhtes Risiko für eine Ansteckung mit Vogelgrippeviren haben und verdeutlichen, dass MX1 einer der wichtigsten genetischen Schutzfaktoren gegen Vogelgrippeausbrüche in der menschlichen Bevölkerung ist.

„Glücklicherweise sind die in dieser Studie identifizierten Mutationen sehr selten“, erklärt Graf. Trotzdem könnten die Ergebnisse dieser wissenschaftlichen Arbeit dazu beitragen, Risikogruppen besser zu schützen.

Der Hauptrisikofaktor sich mit aviären Influenzaviren zu infizieren ist der Kontakt zu Geflügel. Personen, die beruflich intensiven Kontakt mit Geflügel haben, könnten gezielt auf Mutationen im MxA Protein getestet werden.

Vogelgrippe ist in Offenbach angekommen

Geflügelpest in Offenbach: Stallpflicht für Hausgeflügel

Die Laborergebnisse der toten Schwäne in Offenbach bestätigen eine schlimme Befürchtung. Nun ist auch im Stadtgebiet die Vogelseuche angekommen. Die Stadt warnt eindringlich.

Offenbach – Die Laborergebnisse haben Gewissheit gebracht: Die Geflügelpest ist in Offenbach angekommen. Das haben Untersuchungen des Friedrich-Loeffler-Instituts bei mehreren toten Schwänen, die im Stadtgebiet Offenbach gefunden wurden, ergeben. Das teilte die Stadt mit.

Die Geflügelpest, in der Öffentlichkeit als Vogelgrippe bekannt, ist seit November 2020 vermehrt in Norddeutschland aufgetreten. Nachgewiesen wurde das Virus vor allem bei Wildvögeln, allerdings waren auch Bestände von Nutzgeflügel betroffen. „Das saisonale Auftreten der Geflügelpest im Herbst und Frühjahr hängt mit dem Vogelzug zusammen und tritt typischerweise an Flüssen, Teichen und Seen auf“, berichtet die Stadt Offenbach. Die Geflügelpest kann bei Hühnern, Puten und anderem Nutzgeflügel auftreten.

Vor dem Nachweis in Offenbach trat die Geflügelpest bereits in mehreren anderen hessischen Gemeinden auf. Um die Geflügelpest im Stadtgebiet einzudämmen, tritt laut der Stadt Offenbach eine Stallpflicht für jegliches Hausgeflügel in Kraft. „Die Vögel dürfen keinen Auslauf ins Freigelände bekommen. Alle Halter von Geflügel sind zusätzlich zu größter Sorgfalt bei den Hygienemaßnahmen in ihren Ställen aufgerufen. Treten im Stall eine erhöhte Sterblichkeitsrate oder verdächtige Krankheitssymptome wie Fieber, Appetitlosigkeit oder Teilnahmslosigkeit auf, sollen die Geflügelhalter umgehend ihren Tierarzt benachrichtigen“, fordert die Stadt die Tierhalter in Offenbach auf.

Wer im Stadtgebiet einen kranken oder toten Wildvogel wie einen Schwan, eine Ente oder Gans findet, soll dies dem Veterinäramt melden. Auch tote Greifvögel und Eulen können betroffen sein und sollten dem Veterinäramt gemeldet, aber auf keinen Fall mit bloßen Händen angefasst werden. Vereinzelt verendete Singvögel oder Tauben müssen nicht gemeldet werden, außer es handelt sich um mehrere Tiere, teilte die Stadt Offenbach mit.

Eine Übertragung auf den Menschen ist bei diesem Krankheitserreger unwahrscheinlich. Laut Robert-Koch-Institut haben bisherige Erfahrungen gezeigt, dass nur Menschen mit engem Kontakt zu infiziertem Nutzgeflügel gefährdet sind. Insgesamt ist das Risiko jedoch auch dann als sehr gering einzuschätzen. Der Verzehr von Geflügel und Eiern ist ebenfalls unbedenklich, da nur gesunde Tiere geschlachtet werden dürfen.


Ursachen-Suche für Vogelgrippe-Fall

Nach dem Vogelgrippe-Fall in einem Legehennen-Betrieb in Lärz (Mecklenburgische Seenplatte) ist die Ursache des Ausbruchs weiter unklar. Wie der Leiter des Kreisveterinäramtes, Guntram Wagner, am Donnerstag sagte, wurden die etwa 29 000 Tiere wie vorgeschrieben nur noch in Ställen gehalten und durften nicht mehr ins Freie. Vorschriften zur «Biosicherheit», wie das Umkleiden der Mitarbeiter und andere Desinfektionsmaßnahmen, habe der Betrieb in einem kleinen Ortsteil von Lärz nach bisherigen Untersuchungen eingehalten. Es gebe weitere Prüfungen. In der Firma war das Geflügelpestvirus H5N8 festgestellt worden.

Unterdessen hätten Spezialisten mit der vorgeschriebenen Tötung und Entsorgung der Tiere, die in zwei Ställen gehalten werden, begonnen, hieß es. Dies soll möglichst schnell abgeschlossen werden. Um den kleinen Ort wurde ein kleineres Sperrgebiet und ein größeres Beobachtungsgebiet im Radius von etwa zehn Kilometern festgelegt. Dort gelten besondere Beschränkungen. Davon sind auch Geflügelhalter im benachbarten Brandenburg betroffen.

Im Radius von 10 Kilometern werden mehr als 600 000 Hühner und anderes Geflügel gehalten. «Bisher gibt es keinen anderen Verdachtsfall», sagte Wagner. Im Nordosten mussten seit November mehr als 100 000 Hühner, Enten und Gänse wegen Vogelgrippe getötet und entsorgt werden. Als Ursache nannten Wissenschaftler den Kontakt mit infizierten Wildvögeln.

Vogelgrippe zurück in Deutschland

Die Vogelgrippe ist zurück in Deutschland. Nachdem das Virus H5N8 zuletzt in Osteuropa nachgewiesen wurde, bestätigte sich nun ein Verdacht im Landkreis Spree-Neiße. Betroffen war ein Wildvogel, eine Blässgans.

In Brandenburg ist der erste bestätigte deutsche Fall von Vogelgrippe in dieser Saison aufgetreten. Wie das Verbraucherschutzministerium in Potsdam mitteilte, wurde bei einer wilden Blässgans im Landkreis Spree-Neiße an der polnischen Grenze der Erreger vom Typ H5N8 nachgewiesen.

Viruserkrankung hochansteckend für Geflügel

Die Vogelgrippe ist eine hochansteckende Viruserkrankung, die vor allem Hühner, Puten und Enten, nicht aber Menschen befällt. In Osteuropa breitet sie sich seit Jahresbeginn sehr schnell aus. Zuletzt war das Virus in einem Kleinzuchtbetrieb in Tschechien aufgetreten. Alle Tiere auf dem Hof etwa 150 Kilometer östlich von Prag wurden getötet.

Zehntausende Tiere in Osteuropa gekeult

Tausende Tiere waren auch in einem Betrieb in Rumänien gekeult worden. Wenige Tage zuvor hatten die Behörden mehr als 50.000 Puten auf einer Farm in Ungarn töten lassen. Zu Jahresbeginn wurden 65.000 Hühner in Westpolen geschlachtet, nachdem das Virus H5N8 nachgewiesen wurde. Von der Krankheit befallen waren auch Betriebe in Ostpolen und Belarus.

Im Winterhalbjahr 2016/17 hatte das Friedrich-Loeffler-Institut die bislang schwerste Vogelgrippe-Epidemie in Europa registriert. Damals wurden in Deutschland Hunderttausende Tiere getötet, um die weitere Verbreitung des Virus‘ einzudämmen. H5N8 war mit Zugvögeln aus Asien nach Europa gekommen.

Keine Sperrzone trotz Vogelgrippe auf Hof bei Wismar

Nachdem bei einem privaten Geflügelhalter in der Nähe von Wismar ein Fall von Geflügelpest nachgewiesen worden ist, hat der Landkreis Nordwestmecklenburg mitgeteilt, dass es dort keine Sperrzone geben wird. Vor zwei Tagen wurde bei einer Ente das hochansteckende IMehr als 100 Tiere getötet

Zuvor hatte der Hobbyzüchter das Veterinäramt informiert, dass eine seiner Enten verendet war. Anschließend starben zehn weitere Tiere. Am Freitag kam die Bestätigung des Friedrich-Löffler-Instituts, dass es sich dabei um das Vogelgrippe Virus handelt. Alle 100 Enten und 30 Hühner wurden nach Anordnung getötet.
Landesamt gibt vorsichtige Entwarnung

„Es ist eine Kleingeflügelhaltung und zu einer Jahreszeit, wo wir eigentlich AI (Aviäre Influenza) noch nicht erwarten. Von daher gehe ich – auch aufgrund der hohen Sonneneinstrahlung – noch nicht davon aus, dass wir ein größeres Risiko haben“, gab der Direktor des Landesamts für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei (LALLF), Frerk Feldhusen, im NDR Nordmagazin vorsichtig Entwarnung. Das Virus sei bei Sonnenschein relativ empfindlich und der Vogelzug habe noch nicht begonnen, so Feldhusen weiter. Auch die ständigen landesweiten Kontrollen zeigten bislang keine Auffälligkeiten.nfluenza-A-Virus des Subtyps H5 festgestellt.

Erster Mensch mit Vogelgrippe H7N4 infiziert

Betroffen war eine 68-jährige Frau mit vorbestehenden Grunderkrankungen, die wegen einer schweren Pneumonie stationär behandelt wurde. Sie hat mittlerweile das Krankenhaus wieder verlassen. Die Frau hatte zuvor Kontakt zu Geflügel gehabt.

Vogelgrippe wird von Virussubtypen der Influenza A hervorgerufen. Primäre Erregerwirte sind Wasservögel, aber auch Nutzgeflügel kann betroffen sein. Das Erkrankungs-Spektrum bei den Tieren reicht von inapparenten Infektionen, milden Erkrankungen bis hin zu tödlichen Verläufen.

Menschen erkranken nur sehr selten, allerdings werden vor allem aus Ägypten, China, Indonesien, Kambodscha und Vietnam Infektionen mit einzelnen Subtypen sporadisch gemeldet, etwa mit H5N1, H7N9 oder H9N2. Betroffene haben sich dabei über infiziertes Geflügel oder auch deren Federn oder Ausscheidungen infiziert.
Risikogebiete meiden!

Übertragungen von Mensch zu Mensch sind nicht etabliert. Auch beim Menschen variieren die Symptome von einer milden Erkrankung der oberen Atemwege über eine schwere Pneumonie und Atemnot bis hin zu einem Schock oder auch zum Tod. Generell verlaufen Infektionen mit A(H5N1) und A(H7N9) aggressiver als zum Beispiel mit A(H7N7) oder A(H9N2).

Zur Vorbeugung einer Vogelgrippe sollte in Risikogebieten der Kontakt mit Geflügel sowie einer kontaminierten Umgebung vermieden werden.

Ebenso sollte auf eine gute persönliche Hygiene sowie Nahrungsmittelhygiene geachtet werden. Gegen Influenza A(H5N1) gibt es eine vorbeugende Impfung. Die saisonale Influenzaimpfung bietet keinen Schutz gegen die Vogelgrippe.

Vogelgrippe: Jetzt noch gefährlicher

Experten schlagen Alarm – das Vogelgrippe-Virus ist mutiert und stellt jetzt eine noch größere Gefahr für den Menschen dar. Auch die Behandlung wird schwieriger, da bereits Resistenzen gegen bisherige Grippemittel entstanden sind.

H7N9 – das ist die Bezeichnung für das Vogelgrippe-Virus. Wissenschaftler haben jetzt herausgefunden, dass es nun noch gefährlicher für den Menschen geworden ist. Die Viren sind inzwischen von Säugetier zu Säugetier übertragbar und vermehren sich auch in menschlichen Zellen sehr effektiv. Zudem wurden bereits Resistenzen gegen gängige Grippemittel beobachtet.

Das H7N9 Vogelgrippe-Virus ist erstmals im Frühjahr 2013 in China aufgetaucht. Für 40 Prozent der Infizierten endete die Erkrankung mit dem Tod. Ursprünglich traf der Erreger vor allem Vögel. Unter den Tieren breitet sich H7N9 häufig aus, ohne dass diese sichtbar krank werden. Bereits nach der ersten Epidemie 2013 zeigte der Keim genetische Veränderungen; heute unterscheiden Experten zwischen 15 verschiedenen Varianten.
Übertragung durch Säugetiere

Wissenschaftler um Yoshihiro Kawaoka an der Universität Tokio erforschten die Auswirkungen der Mutation. Sie nahmen sich der Frage an, ob das Virus bald die Artschranke überwinden und somit von einer Tierart auf andere und auch den Menschen übertragbar sein wird. Damit besäße H7N9 Pandemie-Potenzial.

Sie analysierten Virusproben eines chinesischen Patienten, der Anfang 2017 an der Vogelgrippe verstarb. Dabei fanden die Forscher unterschiedliche Varianten des Keims. Alle vermehrten sich erfolgreich in menschlichen Zellen, was die erste Voraussetzung darstellt. Versuche mit Frettchen bestätigten auch die zweite Voraussetzung zur Überwindung der Artschranke: mit H7N9 infizierte Tiere steckten gesunde Artgenossen in benachbarten Käfigen an. Alle Varianten des Erregers scheinen sich demnach via Tröpfcheninfektion von Säugetier zu Säugetier übertragen zu können. In der Regel verlief die Erkrankung bei den Frettchen tödlich. „Das zeigt, dass das Virus noch aggressiver ist als seine Vorgänger“, so Kawaoka.
Die Vogelgrippe ist jetzt noch aggressiver

Während der vergangenen vier Epidemien waren noch sogenannte niedrigpathogene Viren die Auslöser, also harmlosere Varianten als die aktuellen. Bei dem Patienten aus dem Frühjahr 2017 handelte es sich bereits um einen hochpathogenen Subtyp des H7N9-Virus.

Zum Glück besteht noch keine Version des Erregers, welche die Eigenschaften der untersuchten Varianten vereint, somit resistent ist und zu einer besonders effektiven Vermehrung in menschlichen Zellen in der Lage ist. Den Wissenschaftlern zufolge ist es aber nur noch eine Frage der Zeit, bis eine solche Mutation entsteht. Darum ist es wichtig, dass die weitere Entwicklung des Virus genau beobachtet und neue Medikamente entwickelt werden.
Gibt es einen Impfstoff gegen die Vogelgrippe?

Bisher leider nicht. Die Bunderegierung trifft seit 2002 Vorbereitungen für einen möglichen Pandemie-Fall und fördert die Entwicklung eines Impfstoff-Prototyps mit 20 Millionen Euro. Ein wirksamer Impfstoff kann leider derzeit erst dann entwickelt werden, wenn das tatsächlich von Mensch zu Mensch übertragbare Virus identifiziert ist.
Vorbeugen mit Hygiene- und Verhaltenstipps

Waschen Sie Ihre Hände mehrmals täglich mit warmen Wasser und Seife
Fassen Sie sich möglichst wenig mit den Händen ins Gesicht, vor allem nicht an Mund oder Nase

Entensterben in der Bonner Rheinaue

Bonn. Mehrere tote Enten im Bonner Rheinauensee hat eine Passantin in den vergangenen Tagen entdeckt. Die Stadt sucht aktuell nach der Ursache des Entensterbens, die Geflügelpest scheint unwahrscheinlich.

Tote Enten hat eine Passantin in den vergangenen Tagen und Wochen im Rheinauensee und am Ufer entdeckt. Wie der WDR am Dienstabend berichtete, soll es sich um insgesamt zehn verletzte und verendete Tiere handeln. Der Stadt sind aus den vergangenen Tagen nur drei tote Tiere bekannt. Woran sie gestorben sind, sei unklar. „Über die Ursache können wir nur spekulieren,“ sagte Stefanie Zießnitz vom städtischen Presseamt auf GA-Anfrage. Die Symptome könnten auf zwei mögliche Krankheiten hinweisen.

Zum einen könnte die auch als Vogelgrippe bekannte Geflügelpest die Todesfälle erklären. Da jedoch im Großraum Bonn keine ähnlichen Fälle auftraten, hält die Stadt die Pest als Ursache für eher unwahrscheinlich.

Vogelgrippe H5N8: Erreger wieder bei Wildvögeln festgestellt

Erstmals seit Mai dieses Jahres wurde das Vogelgrippe-Virus H5N8 bei Wildvögeln in Deutschland registriert. Im Sperrbezirk gilt die Stallpflicht.

Nahe Seeburg im Landkreis Mansfeld-Südharz wurde das Vogelgrippe-Virus H5N8 bei drei toten Schwänen nachgewiesen. In einem Radius von einem Kilometer wurde rund um den Fundort ein Sperrbezirk errichtet.

Darüber hinaus ist ein Beobachtungsgebiet mit einem Radius von drei Kilometern eingerichtet worden. Innerhalb des Sperrbezirks sind neun Geflügelhalter mit 120 Tieren betroffen, im Beobachtungsgebiet seien 62 Geflügelhalter mit rund 1239 Tieren ansässig. Ab sofort gilt für die betroffenen Betriebe Stallpflicht.
Vogelgrippe vom Löfflerinstitut nachgewisen

Die Schwäne waren bereits vergangene Woche Dienstag gefunden worden. Das hochansteckende Virus wurde durch das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) in allen drei Proben nachgewiesen, teilte das Landwirtschaftsministerium in Magdeburg mit. Zuletzt registriert wurde die in Europa kursierende Vogelgrippe H5N8 hierzulande im Mai bei einem Wildvogel. Die Viren können laut der Experten im Boden überdauern und Tiere später infizieren. Darüber hinaus sei es aber möglich, dass sie über Wildvögel neu nach Deutschland eingetragen werden.

Zu Ostern gibt es kaum Freiland-Eier in den Supermärkten

Wer zu Ostern Freiland-Eier bevorzugt, könnte Schwierigkeiten bekommen: Wegen der Vogelgrippe können viele Supermärkte keine anbieten.

In diesem Jahr beginnt die Eiersuche schon weit vor Ostern. Weit schwerer als in den Vorjahren finden Verbraucher Eier aus Freilandhaltung in den Läden. Die nach der Bio-Ware zweitteuerste Eier-Kategorie ist wegen der anhaltenden Vogelgrippe knapp geworden, weil die Geflügelfarmer ihre Tiere aus Schutzgründen nicht mehr ins Freie lassen durften. Zwar ist die Stallpflicht in einigen Regionen wieder aufgehoben, doch gerade zur starken Nachfrage vor Ostern gibt es in den Regalen große Lücken.

„Nach aktuellem Stand können wir zu Ostern keine Eier aus Freilandhaltung anbieten“, erklärt beispielsweise der Discounter Aldi-Süd. Der Markt sei wegen der Stallpflicht praktisch leer gefegt. Inzwischen ist auch die dreimonatige Übergangsfrist der Europäischen Union ausgelaufen, die es den Bauern erlaubte, Eier von Freilandhennen auch dann noch als Freilandeier zu verkaufen, wenn die Tiere ausschließlich im Stall gehalten wurden.