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2019-nCoV – Coronavirus

2019-nCoV – das ist der Name des Coronavirus aus China. 

Am 31. Dezember 2019 wurde das China-Büro der Weltgesundheitsorganisation (WHO) durch die chinesischen Behörden offiziell darüber informiert, dass sich im Dezember 2019 mehrere Fälle von schwerer Lungenentzündung (Pneumonie) in der Stadt Wuhan ereignet hatten, für die als Ursache ein bislang uncharakterisiertes infektiöses Agens angenommen wurde. Bis zum 3. Januar 2020 wurden der WHO insgesamt 44 Erkrankte gemeldet, darunter mehrere schwer Kranke. Einige der Erkrankten waren Verkäufer oder Händler auf dem Huanan-Fischmarkt (chinesisch 华南海鲜批发市场, Pinyin Huánán hǎixiān pīfā shìchǎng ‚Südchinesischer Großhandelsmarkt für Fische und Meeresfrüchte‘) von Wuhan. Der Markt wurde daraufhin durch die Behörden am 1. Januar 2020 geschlossen und desinfiziert. Sprecher der WHO erklärten es für wahrscheinlich, dass die Quelle der Infektion auf dem Markt zu suchen sei. Die Bekanntmachung rief weltweite Aufmerksamkeit hervor, weil sie Erinnerungen an die in Südchina entstandene SARS-Pandemie 2002/2003 weckte, die damals weltweit mehr als 700 Todesopfer gefordert hatte.Am 7. Januar 2020 gab der mit der Virusidentifizierung leitend befasste chinesische Virologe Xu Jianguo (徐建国) bekannt, dass es sich bei dem Krankheitserreger um ein neues Coronavirus handle. Dies hätten Untersuchungen von Blutproben und Rachenabstrichen von 15 Erkrankten ergeben. Dies wurde in einer Stellungnahme der WHO am 9. Januar 2020 bestätigt. Am 13. Januar 2020 wurde die komplette Genomsequenz eines Isolats des neuen Coronavirus in der NCBI-GenBank hinterlegt (GenBank-Nummer MN908947).

Namensvorschläge, das Virus nach seinem Ort der Erstidentifikation, der Stadt Wuhan, Wuhan respiratory syndrome coronavirus (WRS-CoV) zu benennen, wurden nicht berücksichtigt. Ein möglicher von Fachleuten genannter Grund sind Beschwerden in der Vergangenheit, als Viren ihren Namen nach einzelnen Ländern oder Regionen erhalten hatten (beispielsweise das Middle East respiratory syndrome coronavirusMERS-CoV). In die NCBI Taxonomie-Datenbank (die für Virusnamen und -klassifikationen nicht maßgebend ist) wurde das Virus zunächst unter der Bezeichnung Wuhan seafood market pneumonia virus aufgenommen.

Das Isolat Wuhan-Hu-1 (GenBank-Nummer MN908947) von 2019-nCoV zeigte phylogenetisch die größte Ähnlichkeit mit zwei Coronavirus-Isolaten von Fledermäusen aus China, die in den Jahren 2015 und 2017 charakterisiert wurden. Das Virusgenom des Isolats umfasst 29.875 bp mit 281 bp bzw. 325 bp langen untranslatierten Bereichen am 5′- bzw. 3′-Ende. Die putativen kodierenden Bereiche verteilen sich auf 10 Proteine: ein 7096 Aminosäuren (AS) langes ORF1ab-Polyprotein, ein 1282 AS langes Oberflächen-Glykoprotein (S), ein 75 AS Hüllprotein (E), 222 AS Membran-Glykoprotein (M), ein 419 AS Nukleokapsid-Phosphoprotein und weitere 5 Proteine (ORF3a, ORF6, ORF7a, ORF8 und ORF10). Dies entspricht in der Abfolge der Gene dem SARS-Virus und allen Coronaviren.


China riegelt 11-Millionen Einwohner Stadt Wuhan ab

Ein neuer Virus verunsichert die Menschen – Corona!

Wurden zunächst nur Krankheitsfälle in China gemeldet, gibt es inzwischen auch vereinzelte Infektionen in weiteren Ländern in Asien und eine in den USA. Bislang starben 17 Patienten, die Zahl der Erkrankten ist auf 571 gestiegen. Das gab China Donnerstagabend bekannt.

Eine Metropole unter Quarantäne

Die chinesische Regierung hat die besonders schwer von der neuen Lungenkrankheit betroffene Millionenmetropole Wuhan jetzt praktisch abgeriegelt. Wie die Stadtverwaltung mitteilte, sollten ab Donnerstagmorgen Flüge, Zügen, Fähren und Fernbusse gestoppt werden. Bewohner Wuhans wurden aufgefordert, die zentralchinesische Stadt nicht mehr zu verlassen. Auch der Nahverkehr mit U-Bahnen und Bussen wurde demnach eingestellt. In Wuhan, wo das neuartige Coronavirus vermutlich auf einem Tiermarkt ausgebrochen war, leben rund elf Millionen Menschen.

Experten der Weltgesundheitsorganisation WHO tagten zu der Krise am Mittwoch. Am Abend gaben sie bekannt, vorerst keine „gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite“ auszurufen. Der Expertenrat wird aber am Donnerstag weiter zu dem Thema beraten.

Coronavirus – Einschleppung der Lungen-Krankheit nach Deutschland immer wahrscheinlicher

Nach dem Anstieg der Patientenzahl in China halten Experten vereinzelte Einschleppungen der neuen Lungenkrankheit nach Europa für immer wahrscheinlicher.

Es sei nicht auszuschließen, dass eine erkrankte Person nach Deutschland reise, sagte Lars Schaade, Vizepräsident des Robert Koch-Instituts (RKI) in Berlin. Sorgen müsse man sich in Deutschland aber nicht machen.

„Wir müssen in den kommenden Tagen mit mehr Fällen in anderen Teilen Chinas und möglicherweise auch in anderen Ländern rechnen“, erklärte der Sprecher der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tarik Jašarević, am Dienstag in Genf.

Ungewöhnlich sei das nicht: „Wenn man die Überwachung ausweitet, ist es auch wahrscheinlich, dass man mehr Fälle entdeckt.“

Die Gesundheitsbehörde der zentralchinesischen Metropole Wuhan meldete weitere Tote durch das neuartige Coronavirus. Insgesamt sind nun sechs Todesfälle bestätigt, zumeist betrafen sie ältere Menschen mit schweren Vorerkrankungen.

Zudem wurden am Dienstag Dutzende weitere Infektionen gemeldet. Damit gibt es nun in China mehr als 300 bestätigte Fälle seit Beginn des Ausbruchs im Dezember. Nachweise gibt es zudem in Taiwan, Thailand, Japan und Südkorea – in allen Fällen erkrankten Menschen, die zuvor in Wuhan waren.

„Wir müssen uns in Deutschland darauf vorbereiten, dass es zumindest in Einzelfällen auch zu Einschleppungen der Erkrankung kommt“, sagte der Berliner Virusforscher Christian Drosten. „Kliniken müssen dann darauf vorbereitet sein, die Patienten zu isolieren.“

Kontrollen am Flughafen in Rom

Piloten müssen Verdachtsfälle an Bord melden

Ein Sprecher des Ministeriums erklärte, die Kontrollen sähen vor, dass der Pilot der Maschine melden müsse, ob an Bord Passagiere mit entsprechenden Symptomen seien. Diese würden dann sofort in das nationale Institut für Infektionskrankheiten in Rom gebracht.

Vom Flughafen in Rom gebe es zudem drei Direktflüge nach Wuhan und mehrere nicht direkte Flüge, der Reiseverkehr dürfte wegen des chinesischen Neujahrs zunehmen, hieß es weiter. In einem Flugblatt rief das Ministerium dazu auf, nicht zwingend notwendige Reisen nach Wuhan zu verschieben.

Coronavirus – erster Fall in den USA

Die ersten Infektionen der neuen Krankheit Ende Dezember in China werden mit einem inzwischen geschlossenen Fischmarkt in der zentralchinesischen Stadt Wuhan in Verbindung gebracht, auf dem auch Wildtiere verkauft wurden. Mittlerweile hat sich das Virus auf große Teile Chinas und ins Ausland verbreitet.

In den USA wurde am Dienstag ein erster Fall der neuen Lungenkrankheit nachgewiesen. Es handele sich um einen Mann, der nach einer Reise in die chinesische Stadt Wuhan am 15. Januar in die Westküstenmetropole Seattle zurückgekehrt sei, teilte die US-Gesundheitsbehörde CDC am Dienstag (Ortszeit) mit. Die Krankheit war zuvor bereits in Japan, Südkorea, Thailand und Taiwan festgestellt worden.

Der Mann in seinen 30ern habe bei der Rückreise noch keinerlei Symptome bemerkt, sich dann aber zur Untersuchung in ein Krankenhaus begeben, hieß es. Sein Zustand sei gut. Es bestehe nur ein sehr geringes Risiko, dass er weitere Menschen anstecken könne. Die Behörden seien dabei, eine Liste der Menschen zusammenzustellen, mit denen der Mann Kontakt hatte.

Coronavirus von Mensch zu Mensch übertragbar

  • Den chinesischen Behörden zufolge haben sich auch 15 Pfleger und Pflegerinnen mit dem Coronavirus infiziert.
  • Für Experten ist die Übertragung auf medizinisches Personal ein wichtiger Indikator dafür, wie leicht das Virus übertragen wird.
  • Am Montag hatten die Behörden bestätigt, dass das Virus von Mensch zu Mensch weitergegeben werden kann.

In China hat eine neuartige Lungenkrankheit einem weiteren Patienten das Leben gekostet. Wie die Gesundheitsbehörde der zentralchinesischen Metropole Wuhan mitteilte, starb ein 89-jähriger Mann, der mit dem Coronavirus infiziert war, bereits am Sonntag im Krankenhaus. Damit sind seit dem Ausbruch der Krankheit vier Todesfälle in China bestätigt. Der Patient litt demnach bereits an Vorerkrankungen, darunter ein Herzleiden und Diabetes.

Zudem wurde das Virus bei mindestens 15 Krankenhausangestellten in Wuhan nachgewiesen, wo der Erreger Ende Dezember ausgebrochen war. Demnach gibt es unter den medizinischen Angestellten einen weiteren Verdachtsfall.

Am Montag hatten die Behörden erstmals mitgeteilt, dass auch Pflegekräfte sich angesteckt haben und die Übertragbarkeit des Erregers von Mensch zu Mensch bestätigt. Für Experten ist es ein wichtiger Indikator, ob Ärzte und Pfleger von einer neuen Erkrankung betroffen sind: Infizieren sich viele von ihnen, ist das ein deutlicher Hinweis auf eine leichte Übertragbarkeit. Die Zahl bestätigter Infektionen war Anfang der Woche sprunghaft auf mehr als 220 gestiegen. Auch wurden erste Erkrankungen in Thailand, Japan und Südkorea nachgewiesen.

WHO berät über Ausrufung einer Gesundheitsnotlage

Analysen des Erbguts hatten dem Berliner Virusforscher Christian Drosten zufolge ergeben, dass es sich bei dem Erreger um eine Sars-Variante handelt. Ein Sars-Virus hatte von China ausgehend 2002/2003 eine weltweite Pandemie mit 8000 Infizierten zur Folge, etwa 800 Menschen starben.

Mit der gerade laufenden Reisewelle zum chinesischen Neujahrsfest am kommenden Samstag wächst die Gefahr einer Übertragung des Virus weiter. Bei der größten jährlichen Völkerwanderung sind einige Hundert Millionen Chinesen im ganzen Land unterwegs, um ihre Familien zu besuchen. Asiatische Nachbarstaaten und mehrere Flughäfen in anderen Ländern weltweit haben wegen der neuen Lungenkrankheit inzwischen Fieberkontrollen bei der Einreise aus Wuhan eingeführt.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) rief wegen der neuartigen Lungenkrankheit in China ihren Notfallausschuss ein. Die Experten sollen am Mittwoch darüber beraten, ob eine Gesundheitsnotlage ausgerufen werden soll. Diese unabhängigen Experten sollen dann auch mögliche Gegenmaßnahmen empfehlen.

Ruft die WHO einen internationalen Gesundheitsnotstand aus, empfiehlt sie damit schärfere Maßnahmen zur Bekämpfung der Seuche. Dazu können unter anderem Grenzkontrollen, das Einrichten von spezialisierten Behandlungszentren oder mögliche Impfungen medizinischer Fachkräfte gehören.

Vogelgrippe zurück in Deutschland

Die Vogelgrippe ist zurück in Deutschland. Nachdem das Virus H5N8 zuletzt in Osteuropa nachgewiesen wurde, bestätigte sich nun ein Verdacht im Landkreis Spree-Neiße. Betroffen war ein Wildvogel, eine Blässgans.

In Brandenburg ist der erste bestätigte deutsche Fall von Vogelgrippe in dieser Saison aufgetreten. Wie das Verbraucherschutzministerium in Potsdam mitteilte, wurde bei einer wilden Blässgans im Landkreis Spree-Neiße an der polnischen Grenze der Erreger vom Typ H5N8 nachgewiesen.

Viruserkrankung hochansteckend für Geflügel

Die Vogelgrippe ist eine hochansteckende Viruserkrankung, die vor allem Hühner, Puten und Enten, nicht aber Menschen befällt. In Osteuropa breitet sie sich seit Jahresbeginn sehr schnell aus. Zuletzt war das Virus in einem Kleinzuchtbetrieb in Tschechien aufgetreten. Alle Tiere auf dem Hof etwa 150 Kilometer östlich von Prag wurden getötet.

Zehntausende Tiere in Osteuropa gekeult

Tausende Tiere waren auch in einem Betrieb in Rumänien gekeult worden. Wenige Tage zuvor hatten die Behörden mehr als 50.000 Puten auf einer Farm in Ungarn töten lassen. Zu Jahresbeginn wurden 65.000 Hühner in Westpolen geschlachtet, nachdem das Virus H5N8 nachgewiesen wurde. Von der Krankheit befallen waren auch Betriebe in Ostpolen und Belarus.

Im Winterhalbjahr 2016/17 hatte das Friedrich-Loeffler-Institut die bislang schwerste Vogelgrippe-Epidemie in Europa registriert. Damals wurden in Deutschland Hunderttausende Tiere getötet, um die weitere Verbreitung des Virus‘ einzudämmen. H5N8 war mit Zugvögeln aus Asien nach Europa gekommen.

Tödliches Virus ist inzwischen in ganz Deutschland verbreitet

Tropenvirus breitet sich aus: In Deutschland sterben immer mehr Amseln am Usutu-Virus – einem aus den Tropen stammenden Erreger, der von Mücken übertragen wird. Bis Mitte August wurden bereits 9.000 tote oder kranke Vögel gemeldet – dies ist gut zehnmal mehr als im letzten Jahr um diese Zeit, wie der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) berichtet. Inzwischen ist zudem kein Bundesland mehr Usutu-frei.

Immer häufiger kommt es vor, dass Stechmücken und andere Blutsauger auch in Deutschland tropische Erreger übertragen. Denn durch den Klimawandel breiten sich bei uns wärmeliebende Blutsauger wie die Tigermücke oder die Hyalomma-Zecke aus, die im Gegensatz zu unseren heimischen Arten effektive Überträger von tropischen Erkrankungen sind. Unter Vögeln und vor allem Amseln grassiert dadurch schon seit 2011 das Usutu-Virus. Infizierte Vögel wirken krank, apathisch, flüchten nicht mehr und sterben meist innerhalb weniger Tage.

Inzwischen in ganz Deutschland verbreitet

Während anfangs in Deutschland nur Fälle in den wärmebegünstigten Regionen entlang des Rheintals und am Untermain auftraten, hat sich das Usutu-Virus seit 2016 zunehmend weiter nach Norden ausgebreitet. Begünstigt durch den Hitzesommer erreichte das „Amselsterben“ im letzten Jahr auch Nord- und Ostdeutschland. „Damit ist kein deutsches Bundesland mehr Usutu-frei“, sagt NABU-Vogelschutzexperte Lars Lachmann. „Nur aus höher gelegenen Mittelgebirgsregionen werden bisher noch keine toten Vögel gemeldet.“

Treibende Kraft dieser Ausbreitung ist vor allem das im Winter milde und im Sommer heiße Wetter, wie die Experten erklären: „Der trocken-heiße Sommer 2018 war offensichtlich günstig für die Ausbreitung des wärmebedürftigen Usutu-Virus, auch wenn die Zahl der Mücken als potentielle Überträger aufgrund der Trockenheit allgemein eher gering war“, erklärt Renke Lühken vom Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin.

Höhepunkt der Epidemie kommt noch

In diesem Jahr jedoch scheint das Amselsterben noch gravierender auszufallen. Von Jahresbeginn 2019 bis zum 12. August wurden dem NABU deutschlandweit bereits Verdachtsfälle zu fast 9.000 kranken oder toten Vögel gemeldet. Beim bisher stärksten Auftreten der Usutu-Epidemie im vergangenen Jahr waren es im gleichen Zeitraum lediglich 800 Meldungen. Die Forscher rechnen deshalb damit, dass die Usutu-Epidemie in diesem Jahr mehr Todesopfer unter Vögeln fordern wird.

3 Fakten zur Grippe / Grippewelle

Es ist offiziell wieder Erkältungs- und Grippesaison. Aber wer diese Fakten kennt, kann sich das Leben zumindest einfacher machen.

ABER: Diese Fakten und Tipps machen dir das Leben auf jeden Fall einfacher. Denn wenn du weißt, was du noch machen kannst, obwohl um dich rum gefühlt alle krank sind und was du besser nicht machen solltest, wenn es dich schon erwischt hat, gibt’s schneller wieder.

Fakt 1: Erkältung ist nicht gleich Grippe

Dass eine Erkältung nicht das Gleiche wie eine Grippe ist, ist mehr als nur Poserwissen. Wer eine Grippe hat, muss sich nämlich anders verhalten als jemand, der eine Erkältung hat.

Auch wenn viele bei einer Erkältung von einem „grippalen Infekt“ sprechen, ist das nicht das Gleiche wie eine richtige Grippe. Der Hauptunterschied: Bei einer Erkältung fühlst du dich scheiße – bei einer Grippe fühlst du dich richtig, richtig scheiße.

In Arzt-Sprache heißt das: Eine Erkältung kann durch viele verschiedene Erreger ausgelöst werden. Eine Grippe aber nur von einem einzigen Virus-Stamm: den Influenza-Viren.

Bei einer Erkältung kannst du zwar auch leichtes Fieber haben, bei einer Grippe ist allerdings auch hohes Fieber nicht selten.

Eine Grippe dauert länger als eine Erkältung: Für die Erkältung gibt es die Faustregel „Sie kommt drei Tage, bleibt drei Tage und geht drei Tage“, eine Grippe kann mehrere Wochen anhalten – im schlimmsten Fall sogar bis zu sechs Wochen.

Wie merke ich, was ich habe? Schnupfen, Nase zu, Druck auf den Ohren und dir tut alles weh? Hört sich nach einer Erkältung an. Du wachst auf, dir geht’s auf ein mal schlecht und es geht gar nichts mehr? Dazu noch hohes Fieber? Klingt stark nach Grippe – ab zum Arzt und dann ins Bett.

Fakt 2: Wer jemanden küsst, der krank ist, steckt sich an

Aber auch wenn es dich erwischt hat, musst du nicht auf alles verzichten. Dass man sich bei einem Kuss direkt ansteckt, stimmt so nämlich nicht – zumindest nicht prinzipiell.

Jan-Christoffer Lüers, der stellvertretender Direktor der HNO-Klinik an der Uniklinik Köln, hat zum Beispiel bei „Deutschlandfunk Nova“ gesagt, dass das Küssen bei der Übertragung der Viren keine so große Rolle spielt. Es kommt nur drauf an, wie man sich küsst.

Denn wir wissen alle: Küssen ist nicht gleich Küssen. Lüers hat erklärt, dass sich Erkältungen normalerweise über Tröpfchen übertragen. Heißt: Beim Niesen bilden sich Tröpfchen und die treffen dann auf die Schleimhäute des anderen.

Wichtig ist also, wie wir die Viren aufnehmen: Wenn das nämlich über den Mund passiert, dann kommen die Viren erst mal in den Magen – und da gehen sie wegen der Magensäure kaputt. Je feuchter ein Kuss aber ist, desto wahrscheinlicher wird es, dass die Viren in der Spucke über den Mund auch in die Schleimhäute von Nase und Rachen kommen. Und dann könnte man sich schon anstecken – eine Garantie gibt es auch hier leider nicht. Aber es gilt: Je trockener der Kuss desto weniger gefährlich.

Fakt 3: Die Kälte sorgt dafür, dass wir gerade jetzt krank werden

Das stimmt so auch nicht. Der Hauptgrund, warum wir in der Winterzeit eher krank werden als im Sommer, ist unser Lifestyle: Im Sommer sind wir mehr draußen unterwegs – im Winter halten wir uns dagegen häufiger in geschlossenen, beheizten Räumen mit vielen anderen auf. Perfekte Bedingungen für Viren.

Dass wir uns besonders warm einpacken sollten, wenn wir krank sind, ist auch ein Mythos: Unser Körper hat es gerne warm – im Inneren haben wir deshalb immer ungefähr 36 bis 37 Grad. So fühlen wir uns wohl. Wenn wir unseren Körper anderen Temperaturen aussetzen, dann muss er arbeiten. Heißt: Der Raum, in dem wir uns aufhalten, sollte so warm oder kalt sein, dass unser Körper mühelos diese natürliche Temperatur halten kann. Das sind in der Regel zwischen 20 und 23 Grad – das empfinden aber auch viele Menschen anders.

Auf keinen Fall solltest du aber in die Sauna gehen, wenn du krank bist. Eine Erkältung oder Grippe „ausschwitzen“ geht nämlich nicht. Auch das ist ein Mythos. Ganz im Gegenteil: Wer in die Sauna geht, der schwächt damit sein Immunsystem zusätzlich und steckt eher noch andere damit an.

Grippewelle bisher keine große Bedrohung

Wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Mittwoch in Berlin mitteilte, kamen in der vierten Kalenderwoche kaum mehr Patienten mit entsprechenden Symptomen in die Arztpraxen als außerhalb der Grippesaison. Der Praxisindex der akuten Atemwegserkrankungen (ARE) bewege sich damit im moderat erhöhten Bereich. In den vergangenen beiden Jahren begann die Saison in der dritten Kalenderwoche, 2018 erreichte sie in der neunten ihren Höhepunkt.