Vogelgrippe: In immer mehr Kommunen gilt Stallpflicht

Mehr als 300.000 Hühner, Enten, Gänse und Puten müssen jetzt eingesperrt werden müssen. Betroffen sind Züchter in Dortmund, Hagen und dem Kreis Unna. Grund ist der Fund einer toten Wildente mit Vogelgrippe-Virus am Hengsteysee. Der Umkreis von einem Kilometer um die Fundstelle des toten Tieres wurde zudem zum Sperrbezirk erklärt. Das  heißt, alle Züchter dort dürfen erstmal keine Tiere und zum Beispiel auch keine Eier mehr verkaufen.

Die Behörden wollen auf diese Weise verhindern, dass die Krankheit auf Nutztiere überspringt. Die Schutzmaßnahmen kurz vor dem Weihnachtsgeschäft erfordern von den Züchtern einiges an Improvisationstalent: Wer nicht genügend Platz in den Ställen hal, muss Zelte oder Ähnliches organisieren.

  • Mehr als 300.000 Tiere müssen in den Stall
  • Manche Geflügelzüchter brauchen zusätzlich Zelte
  • Anleinpflicht für Hunde

Dabei werden alle Hühner, Gänse und anderes Geflügel von Tierärzten auf Krankheitsanzeichen hin kontrolliert. In sehr großen Betrieben nehmen sie auch Blutproben, die dann im Labor analysiert werden. Sollte in einem der Ställe der Erreger festgestellt werden, müssten dort alle Tiere notgeschlachtet werden. Bislang wurde der Erreger in NRW allerdings nur bei Wildvögeln gefunden.

Verbreitung auch durch Hunde und Katzen

Auch Hunde- und Katzenbesitzer müssen aufpassen. In den kommenden Wochen sollen sie ihre Hunde an der Leine führen. Freilaufende Katzen sollten in dieser Zeit in der Wohnung bleiben. Die Verhaltensregeln sind eine Vorsichtsmaßnahme, denn die Tiere können sich zwar nicht mit dem H5N8-Erreger anstecken, ihn allerdings weiter verbreiten.

 

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