Tödliches Mers-Virus breitet sich an Europas Grenze aus

Das tödliche Coronavirus Mers ist nun erstmals auch in Ägypten nachgewiesen worden. Der infizierte Mann sei gerade erst aus Saudi-Arabien zurückgekehrt, wie staatliche Medien am Samstag berichteten. Der Erreger Mers-CoV (Middle East Respiratory Syndrome Coronavirus) breitet sich in den arabischen Ländern immer weiter aus.

Vor einigen Wochen meldete Jemen seinen erste Todesfall durch Mers. In Malaysia starb ein Mann durch das Coronavirus , der zuvor zu den heiligen Stätten des Islam in Saudi-Arabien gepilgert war.
„Eine Gefahr für die ganze Welt“

Das Virus löst grippeähnliche Symptome aus und kann zu Nierenversagen und schwerer Lungenentzündung führen. Weltweit hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) seit September 2012 insgesamt 93 Todesfälle registriert, die meisten davon in Saudi-Arabien. Die WHO-Generaldirektorin Margaret Chan hatte im vergangenen Jahr den Erreger als „eine Gefahr für die ganze Welt“ bezeichnet.

Wissenschaftler konnten nachweisen, dass das Mers-Virus bei etlichen Kamelen Saudi-Arabiens zu finden ist und dass es bei den Tieren schon seit mindestens zwei Jahrzehnten kursiert. Am Sars-Erreger, der ebenfalls zu den Coronaviren zählt, waren vor zehn Jahren rund 800 Menschen gestorben. Mers gilt zwar als weniger ansteckend, führt aber häufiger zum Tode.

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