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Neuer Aufsichtsratsvorsitzender bei den DRK-Kliniken
Der ehemalige Richter des Bundesgerichtshof, Gerhard Schäfer (73) ist vorläufig Aufsichtsratsvorsitzende der DRK-Kliniken in Berlin. Er übernimmt die Leitung, bis der Verdacht des bandenmäßigen Betrugs gegen die Oberin und bisherige Aufsichtsrats…
Mit dem Herbst kommen nicht nur die kalten Tage. Mit dem Herbst kommen auch die Stürme, die Staub aufwirbeln. Dabei ist es nicht nur der ständige Staub auf der Fensterbank, der nervt. Einige Anwohner Buschbells machen sich Sorgen um ihre Gesundheit. Sie befürchten, dass durch den Abbau von Quarzsand im Tagebau der Quarzwerke gesundheitsgefährdender Feinstaub in zu hoher Konzentration in die Luft gelangt.
„Mehrfach im Jahr wird der Ort Buschbell durch Quarzfeinstaub eingenebelt“, beschwert sich ein Bürger bei der Bezirksregierung Arnsberg als zuständiger Aufsichtsbehörde. Die Quarzwerke haben daraufhin in einem so genannten Sonderbetriebsplan dargelegt, welche Vorkehrungen sie im Bereich des Immissionsschutzes getroffen haben. Die Stadt Frechen greift in ihrer Stellungnahme die Sorgen der Anwohner auf und macht selbst Vorschläge, wie der Staubniederschlag verringert werden könnte. Jetzt ist die Abteilung Bergbau der Bezirksregierung am Zug, den Quarzwerken möglicherweise Auflagen aufzuerlegen.
„Das Problem ist, dass es in Frechen keine ständigen Messungen über Schadstoffe in der Luft gibt“, sagt Hans Peter Schumacher (Grüne), Vorsitzender des Umweltausschusses. Feinstaub – Teilchen mit einem Durchmesser von weniger als 0,1 Mikrometer und nicht mit dem Auge zu erkennen – kann von den Schleimhäuten und Härchen des menschlichen Atmungstrakts nicht abgehalten werden. Nur größere Staubpartikel können effizient abgewehrt werden.
Die Quarzwerke berufen sich auf eine Untersuchung des Tüv Rheinland im Jahr 2003, die dem Werk Frechen bescheinigt „unter normalen Wetterbedingungen sämtliche Grenzwerte deutlich einzuhalten“. Darüber hinaus habe das Unternehmen Anfang des Jahres auf freiwilliger Basis den Tüv Süd mit einer Messreihe zu Schweb- und Feinstaub beauftragt, um nicht angreifbar zu sein. Die Kosten beliefen sich auf 66 000 Euro. „Wir sind selbst daran interessiert, die Bedenken zu entkräften“, sagt Dr. Frank Lützenkirchen, Umweltbeauftragter der Quarzwerke. Das Unternehmen wünsche sich ein vertrauensvolles Miteinander mit den Nachbarn. Um keine Gefährdungen zu erzeugen, würden die Quarzwerke alle Flächen rund um die Grube begrünen, sobald die Arbeiten erledigt seien. Zudem sei der Tagebau geografisch so ausgerichtet, dass er starken Winden möglichst nicht ausgesetzt sei. Bei Stürmen – wie zuletzt am 24. August mit Windgeschwindigkeiten von über 100 Stundenkilometern – seien aber auch die Quarzwerke machtlos, bedauert Lützenkirchen. „Alle unbebauten Flächen sind potenzielle Staubträger“, sagte der Biologe und sachkundige Bürger Professor Horst Bannwarth im Umweltausschuss. Messungen könnten da nicht weiterhelfen, weil sie nicht verrieten, woher die Staubteilchen stammten: von Äckern, vom Braunkohletagebau oder aus der Quarzsandgrube. Bannwarths Wissen nach sei der Sand in der Frechener Lagerstätte „der sauberste, den man sich überhaupt vorstellen kann“. Er enthalte zudem praktisch keine Feinstaubanteile. Hans Kull von den Linken drängt dagegen, „endlich etwas zu unternehmen“.
Die Anregungen der Stadt, die Böschungen im Tagebau ständig zu bewässern und die Bürger mit Hilfe eines „Frühwarnsystems“ über Staubwolken bei starkem Wind zu informieren, halten die Quarzwerke jedoch nicht für sinnvoll. Der Quarzsand könne mit Berieselungsanlagen nicht wirksam feucht gehalten werden, da das Wasser in diesem Material zu schnell versickere. Warnungen bei starken Winden hätten keinen praktischen Nutzen. Denn in solchen Situationen bestehe gar keine Gesundheitsgefahr, weil in der Hauptsache Grob- und kein Feinstaub aufgewirbelt werde.
Eine Affäre kann die Gesundheit gefährden. Grund hierfür ist der hohe Stress Pegel, den vor allem Männer erleben, wenn sie ihre Partnerin betrügen.
Ein Seitensprung während einer Partnerschaft kann die Gesundheit gefährden: Laut einer Studie der Universität Turin kann ein Seitensprung nicht nur die Partnerschaft gefährden, sondern auch die Gesundheit schädigen.
Über einen Seitensprung während einer festen Partnerschaft oder Ehe wird nur unter vor vorgehaltener Hand gesprochen, zu groß ist Scham aller Betroffenen. Ein Seitensprung kann allerdings nicht nur die Beziehung, sondern auch die Gesundheit gefährden. Was sich anhört, wie eine moralische Keule, ist jedoch tatsächlich Fakt. Eine italienische Studie der Universität Turin hat unlängst festgestellt, dass Männer im Verlauf einer Affäre über das höchste Risiko einer Migräne und einer krankhaften Arterienerweiterungen verfügen.
Die meisten Männer erleben während der Zeit der Doppelbeziehung einen sehr hohen Stress Pegel. Der Stress steigt den meisten geradezu in den Kopf. Ein effektives Gegenmittel sei nach Ansicht von Forschern der US-amerikanischen “Colorado State University”, den Seitensprung seiner Partnerin oder Partner zu beichten. Hierdurch werde das Risiko einer gesundheitlichen Schädigung zumindest gemindert, so die Meinung der Forscher. Letztendlich sind es jedoch die eigenen Werte und Moralvorstellungen, die zu einem Ansteigen von Stress und innere Unruhe führen. Für viele Männer bringt die Beichte einer Affäre eine emotionale Entlastung und der Stress mildert sich ab. Voraussetzung hierfür ist natürlich, dass beide Partner konstruktiv mit dem Eingeständnis umgehen.
Die Betrogenen leiden unter der Affäre des Partners Ein Seitensprung birgt nicht nur die gesundheitliche Gefahren für denjenigen, der „betrügt“. Wie Christoph Kröger, Psychologe an der TU Braunschweig gegenüber dem Magazin “Men’s Health” berichtet, kann die Kenntnis von einem Seitensprung des Partners zu Angst und Depressionen führen. So warnt der Psychologe gegenüber dem Magazin: “Diese Symptome ähneln den psychischen Störungen nach einem schweren Autounfall”. Wer einmal Liebeskummer verspürte, weiß wie es sich ungefähr anfühlt.
Einer von vier Männern hatte schon einmal einen Seitensprung Wie oft wird eigentlich im Verlauf einer Partnerschaft betrogen? “Einer von vier Männern hatte in seiner aktuellen Beziehung schon einen Seitensprung, bei Frauen ist es jede fünfte”, sagt Dr. Ragnar Beer, Psychologe an der Universität Göttingen, im Magazin “Men’s Health”. Oftmals ist der Grund einer Affäre die sexuelle Unzufriedenheit innerhalb der Ehe oder Partnerschaft. Viele suchen dann das Abenteuer in einer Affäre und gehen auf entsprechende Offerten ein. Im Vergleich zu der relativen hohen Anzahl von Affären ist die Ablehnung der Menschen sehr groß. 94 Prozent der Frauen und Männer in den westlichen Industriestaaten lehnen einen Seitensprung kategorisch ab. Eine Doppelmoral die sich auch auf die Gesundheit niederschklägt. (sb, 05.11.2010)
Lesen Sie auch: Studie: Liebe ist wie eine Sucht Liebeskummer dauert 19 Monate
Quelle: Ausgabe Men’s Health 12/2010, EVT 10 November 2010
Wenn sich zwei Sieche zusammentun, gibt es immer noch keinen
Gesunden. Wie wahr dieser Spruch ist, zeigte im Lebensmittelhandel–
lang ist’s her – seinerzeit die Co op AG. Dort wurden die meisten
deutschen kränkelnden Konsumgenossenschaften zu einer AG
verschmolzen. In der Hoffnung, dass man daraus, etwas Positives
machen könnte. Der Versuch ging ordentlich daneben. Nicht zuletzt
weil hier ein Gaunerstück aufgeführt wurde, an dem auch die
Gewerkschaften ihren nicht unwesentlichen Anteil hatten. Während es
die co op Schleswig Holstein AG immer noch gibt und die sich weiter
bester Gesundheit erfreut (dank des seinerzeit äußerst klugen
Vorstands), ging die co op AG 1987 an die Börse, überschuldete sich
bis hin zur Zahlungsunfähigkeit und besiegelte in einem Vergleich
mit zahlreichen gefoppten Banken ihr Ende. Die Reste gingen damals
an den Metro-Konzern.
Was für den Lebensmitteleinzelhandel gilt, gilt natürlich auch für
Banken. Insbesondere Landesbanken. Da will die Konsolidierung nicht
so recht in Gang kommen. Soeben sind die Fusionsgespräche zwischen
der Bayern LB und der West LB geplatzt. Der Vorstand der Bayern LB
hat nämlich beschlossen, dass er die Fusionsprüfung mit der West LB
nicht weiter fortsetzen möchte. Schließlich sei man auch „alleine
gut positioniert“. Das meint jedenfalls der Landesbankchef Häusler
und sieht da Ministerpräsident Seehofer hinter sich.
Und was soll ich sagen. Recht hat er. Wenn man über die CSU
Rückgriff auf die bayrischen Steuerzahler nehmen darf, dann braucht
man keine Bange vor der Zukunft haben. Da spielt es auch keine
Rolle, ob man ein Geschäftsmodell hat oder nicht.
Zudem kamen – wie man hört – die Berater der Boston Consulting Group
bereits vor Wochen zu dem Ergebnis, dass die Fusion zu keinen
höheren Eigenkapitalrenditen führen würde. Und der
Aufsichtsratsvorsitzende der HSH Nordbank AG geht noch einen Schritt
weiter. Indem er folgendes feststellt: „Niemand braucht die West LB
mehr“.
Nun mag er da ja Recht haben. Aber niemand braucht auch die HSH
Nordbank AG mehr, niemand braucht die Bayern LB mehr und niemand
braucht die anderen Landesbanken mehr. Oder wer würde morgen
aufschreien, wenn morgen der Blitz in alle Landesbanken einschlagen
würde und alle weg wären? Die einzigen, die da Probleme hätten,
wären unsere Politiker. Weil sie dann ein für uns Bürger recht teuer
kommendes Spielzeug weniger hätten.
A propo Herr Kopper und die HSH Nordbank AG mit ihrem kein
Fettnäpfchen auslassenden Vorstandsvorsitzenden Nonnenmacher. Der
wie ich lese seiner Planung angeblich um sechs Quartale voraus ist
und dennoch über Rücktritt nachdenkt. Sofern man den aktuellen
Meldungen Glauben schenken will. Und obwohl dort sogar „gehofft“
wird, dass man bereits 2011 auf die staatlichen Garantien verzichten
könne.
Wobei jetzt bei diesem Kiel-Hamburger-Moloch auch noch Kinderpornos
ins Spiel. Die sollen dem Leiter der New Yorker HSH Filiale
angeblich untergeschoben worden sein.
Also ich weiß nicht, wie es Ihnen geht. Aber wenn da unser
Ministerpräsident Carstensen nur die gelbe Karte herausholt, so
frage ich mich, was denn da noch passieren muss. Oder geht es
bereits um das beliebte Schwarze Peter Spiel, weil man zwar hofft,
aber Insidern womöglich diese Hoffnung schon längst vergangen ist?
Denn schon hört man Töne, dass wenn man die Neuaufstellung in Frage
stellen würde, die Sanierung nicht gelingen könne. Mit Nonnenmacher
und Kopper oder auch ohne. Nachtigall ick hör Dir trapsen. Kann es
sein, dass Herr Dr. Marnette mit seinen Äußerungen vor dem
Untersuchungsausschuß doch näher an der Wahrheit ist, als man zu
wagen denkt? Und wir vor einer riesigen unangenehmen Überraschung
stehen?
Für diesen Fall hätte ich einen Vorschlag. Wir bündeln alle
Landesbanken in einer Gesellschaft. An die Spitzen von Vorstand und
Aufsichtsrat setzen wir unser Dream Team Nonnenmacher/Kopper. Dann
machen wir einen Börsengang an der New York Stock Exchange und
verkaufen die Anteile an Goldman Sachs, Merril Lynch, Citigroup und
wie sie alle heißen. Selbstverständlich darf da auch die Deutsche
Bank und die Allianz SE mitmachen. Die Ministerpräsidenten,
Aufsichtsratsmitglieder der Landesbanken und Politiker bekommen ein
Family Friends Programm angeboten. Dann verbriefen wir die
ganzen Verbindlichkeiten, tun auch ein paar von der Hypo Real Estate
dazu, und verkaufen diesen Mist einfach an die Meistbietenden. Wenn
das ganze etwas marketingtechnisch aufgehübscht wird, weden sich
weltweit schon ein paar davon finden Wenn nicht nehmen wir einfach
die Commerzbank AG dazu her. Gleichzeitig wetten wir over the
counter gegen diese verbrieften Papiere. Hab ich noch was vergessen?
Was halten Sie davon? Das müsste, wenn ich mich nicht irre, doch ein
Riesengeschäft sein, oder? Und auch der schreibenden Zunft käme das
zugute. Denn die absehbaren Skandale reichten gleichzeitig als
mehrjähriges Konjunkturprogramm für die Presse weltweit. Garantiert.
Und wenn alles platzt, dann war’s einfach keiner. Darin haben wir
doch inzwischen jede Menge Übung oder? Wer kennt heute schon noch
den Unterschied zwischen Siechen und Gesunden?
Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag und stets hohe Renditen.
Ihr Norbert Lohrke
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Norbert Lohrke,
Globalyze KG
Diplom-Volkswirt Norbert Lohrke betreibt seit 2004 das Aktienanalyseportal www.globalyze.de. Toolgestützt werden dort Top 10 und Top Flop Aktien ausgewählt. Herr Lohrke war in der Wirtschaftsprüfung und Bewertung sowie als Finanz-Strategieberater tätig. Schwerpunkt ist die fundamentale Analyse von börsennotierten Unternehmen. Mit seinen Publikationen ist er einer der meistgelesenen Wirtschaftsautoren im deutschsprachigen Raum.
Beim Habituationstraining auch Expositionstherapie genannt wird die realistische Angstsituation in einer abgestuften Annäherungshierarchie vorgegeben.
Bei systematischer Desensibilisierung werden die Angstsituationen in hierarchischer Rangfolge zunächst nur bildhaft vorgestellt, dann real vom schwächsten bis zum stärksten Angstreiz gesteigert. Beim Angstbewältigungstraining soll der Patient Angst und Spannungsgefühle vorzeitig wahrnehmen und beim Auftreten von Angst zuvor erlernte Entspannungsübungen wie Atemtechniken und muskuläre Entspannung einsetzen. Somit wird der Patient der unter Angststörungen leitet mit dem Konfrontiert das ihm eigentlich innerlich die Hölle bedeutet. Nun nehmen wir ein Beispiel auf unserem Leben.
Es gibt einige Menschen die haben Angst vor Hunden. Stellen Sie sich nun vor Sie haben ein Hund aber ihr Freund oder Nachbar hat Angst vor ihrem Hund! Wie würden Sie es nun ihrem Freund oder Nachbar beibringen? Nun richtig Sie würden diese Person dazu überreden den Hund näher kennenzulernen, streicheln und eventuell zusammen Gassi gehen. Genau daran setzt das Habituationstraining an. Sie werden mit dem konfrontiert von dem Sie Angst haben.
Ein anderes Beispiel wäre eine Person die Angst hat alleine durch die Einkaufsstrasse zu bummeln. Er bekommt alle Symptome einer Angst und Panikatacke und denkt er fällt jeden Moment zusammen. Wenn nun aber diese Person in dieser Situation bleibt, was nicht einfach für diesen Menschen wird kann er daraus lernen das Panikattacken ihm nichts anhaben können. Es bringt nichts nach einer Panikattacke aus der Situation zu flüchten. Damit wird dem Patienten nicht die Angst genommen und es entsteht das Gegenteil. Der Patient hat dann immer noch Angst und traut sich nicht in diese Situationen sondern flüchtet und meidet diese Situationen. Wenn der Patient aber in dieser Situation trotz Angstattacken bleibt dann kann er lernen das diese Situationen in Wirklichkeit keine Bedrohungen darstellen und somit bekommt er immer weniger Angst davor. Bis irgendwann die Angst ganz weg ist.
Schon heute ist mehr als jeder dritte US-Amerikaner fettleibig, und in den kommenden Jahren wird die Zahl der Dicken weiter wachsen. Erst wenn mindestens 42 Prozent der US-Bürger extrem übergewichtig sind, ist der Höhepunkt der “Fettsucht-Epidemie” erreicht, haben Forscher der Harvard-Universität errechnet. Noch bis zum Jahr 2050 kann die Zahl fettleibiger Menschen in den USA demnach zunehmen, schreiben die Forscher im Journal “PLoS Computational Biology”. Sie hatten 40 Jahre zurückreichende Daten von Teilnehmern ausgewertet. Im Jahr 1971 fielen 14 Prozent dieser Probanden in die Kategorie “fettsüchtig” mit einem Body-Mass-Index (BMI) von 30 oder darüber. In den vergangenen fünf Jahren waren es nach Angaben der Gesundheitsbehörde bereits 34 Prozent der Bevölkerung. dpa
Phillip Rösler: Neuer Streit in der Gesundheitspolitik?
“Wildsau” und “Gurkentruppe”. Das war einmal - dachte man. Knapp ein halbes Jahr nach dem letzten Gesundheitsstreit zwischen CSU und FDP sind die Gräben in Puncto Pflege nun wieder aufgebrochen. Die Koalitionspartner machen sich neue Vorwürfe.
Berlin – Nein, dieses Mal haben sie keine griffigen Worte mitgebracht, die Kritik aber ist da: Die CSU hat Gesundheitsminister Phillip Rösler (FDP) Lustlosigkeit im Bemühen um eine bessere Pflege in Deutschland vorgeworfen. Auch in der Debatte um Maßnahmen gegen den Ärztemangel gibt es offenbar Differenzen.
“Ich erlebe nicht, dass da ein Gesundheitsminister ist, der wirklich spürbar Lust auf dieses Thema hat”, kritisierte Bayerns Sozialministerin Christine Haderthauer (CSU) in Anspielung auf die Reformpläne zur Pflege gegenüber der Mediengruppe Madsack. Man solle über die Pflege “nicht im kleinen Kämmerchen mit Lobbyisten” sprechen, sagte sie in Anspielung auf ein für den 7. Dezember geplantes Treffen Röslers mit Fachleuten und Verbandsvertretern. Die CSU-Politikerin hielt Rösler zudem vor, er habe sich mit der Umsetzung des sogenannten Pflege-TÜVs zur Überprüfung der Pflegeeinrichtungen als Vollstrecker der Ideen seiner Amtsvorgängerin Ulla Schmidt von der SPD erwiesen.
Der Pflegeexperte der FDP-Bundestagsfraktion, Heinz Lanfermann, wies die Kritik aus München zurück: “Haderthauer wirft sich bei der Pflege hinter den fahrenden Zug.” Die Pflege werde 2011 ein dominierendes Thema von Rösler sein. Auch die bayerische FDP-Generalsekretärin und Vizechefin der FDP-Fraktion, Miriam Gruß, sagte, die Kritik Haderthauers greife vollkommen ins Leere. “Vielleicht sollte sie sich erst einmal informieren, bevor sie lockere Parolen in die Welt setzt”.
In der Diskussion um den Ärztemangel vor allem in ländlichen Gebieten forderte der Vizechef der Unions-Bundestagsfraktion, Johannes Singhammer (CSU), unterdessen die Abschaffung der Zulassungssperren für niedergelassene Ärzte. “Das System behindert die Flexibilität und Beweglichkeit der Ärzte”, sagte er der “Frankfurter Rundschau”. Für Ärzte sei es eine Lebensentscheidung, wo sie sich niederlaßssen. Derzeit werden Regionen für die Niederlassung von Ärzten gesperrt, wenn ein bestimmtes Verhältnis von Medizinern zu Einwohnern überschritten wird. Gleichzeitig fehlen auf dem Land und in den sozialen Brennpunkten der Städte Mediziner.
Das Rössler-Ressort reagierte skeptisch. “Ein Arzt wird einen einmal gewählten Arztsitz nicht einfach wieder aufgeben”, sagte ein Sprecher. “Insofern ist die Idee, bisher gesperrte Planungsbereiche zu öffnen, eher kritisch zu beurteilen.” Ärztemangel in betroffenen Regionen könne sich sonst sogar verschärfen.
Bereits Mitte des Jahres beschimpften sich CSU und FDP gegenseitig als “Wildsau” und “Gurkentruppe”.Anlass waren auch hier konträre Ansichten in der Gesundheitspolitik.
Wer regelmäßig Sport treibt und sich fit hält, bekommt seltener eine Erkältung. Auch die Symptome sind nicht so stark ausgeprägt, wenn es einen gut trainierten Menschen dann doch erwischt
Allerdings muss man sich für diesen Effekt an fünf oder mehr Tagen in der Woche bewegen – und zwar mindestens 20 Minuten und so, dass man ins Schwitzen gerät. Das schließen US-Forscher aus einer Studie mit über 1000 Versuchspersonen. Die Personen, die sich häufig bewegten, waren nur halb so oft erkältet wie jene, die nur einmal pro Woche oder noch seltener Sport trieben.
Neue Influenzaviren bedeuten nicht den Untergang, sie stellen aber eine potenzielle Bedrohung dar. Was wir aus der letzten Pandemie lernen können.
Für die Grippe war das Jahr 2009 ein Schicksalsjahr. Zuvor wurden die jährlich vom Bund organisierte Impfkampagne gegen die saisonale Influenza wie auch die Grippewelle selbst als unspektakuläre Ereignisse wahrgenommen. Es gab ein paar gute Gründe für die Impfung und ein paar weniger gute dagegen. Damit war das Thema vom Tisch – bis zur nächsten Grippesaison.
Das ist nun anders. Seit der letztjährigen Pandemie ist die Grippe ein Dauerbrenner. Bei vielen überwiegen noch immer die Kritik und der Spott für das, was im März 2009 in Mexiko seinen Ursprung nahm und innert Kürze in die gesamte Welt verbreitet wurde: das neue, pandemische Influenzavirus vom Typ H1N1, das auch die Schweiz während Monaten im Griff hielt.
Wissenschaftlich basierte Risikoanalyse
Diese Sicht ist nicht fair. Denn sie verkennt die Möglichkeit, dass alles viel schlimmer hätte kommen können. Dass ein solches Szenario kein Gespenst der Phantasie ist, wissen wir spätestens seit dem Auftreten eines anderen Influenzavirus, des Erregers der Vogelgrippe H5N1. Dieser war zu einer viel höheren Letalität befähigt als der Schweinegrippe-Stamm. Sein Handicap und unser Glück war, dass H5N1 praktisch nicht von Mensch zu Mensch übertragbar ist. Es braucht aber nicht viel Phantasie, um sich einen Hybrid-Erreger vorzustellen, der die beiden gefährlichen Eigenschaften von Schweine- und Vogelgrippevirus in sich vereint.
Die Erfahrungen mit der jüngsten Pandemie zeigen die Schwierigkeiten bei der Beurteilung von neuen Infektionskrankheiten, mit denen Wissenschafter und Behörden zu kämpfen haben. Denn das Risiko eines neuartigen Krankheitserregers wird erst mit zunehmender Zeitdauer abschätzbar. Das war auch bei der Schweinegrippe so. Erst im Verlauf hat sich gezeigt, dass die Letalität der Krankheit am Anfang überschätzt wurde. Ein Grund war, dass das neue Virus schon viel länger in Mexiko zirkulierte, als man angenommen hatte. Bei Bekanntwerden der ersten Todesfälle waren deshalb schon sehr viele Personen angesteckt worden – die meisten unerkannt und ohne Symptome –, was die ursprüngliche Zahl der Todesfälle relativiert.
Zwischen Panikmache und Verharmlosung
In einer derart unsicheren Situation wie dem Beginn einer Pandemie ist es für alle schwierig, den richtigen Weg zwischen unnötiger Panikmache und fataler Verharmlosung zu finden. Denn die beiden Extreme sind die zwei Seiten derselben Medaille, die auf eine potenzielle Bedrohung hinweist. Dass dabei irrationale Ängste freigesetzt werden, die mit sachlichen Argumenten allein nicht vollständig einzudämmen sind, ist aus der Psychologie bekannt. Entscheidungsträger haben in dieser Phase mit besonders viel Kritik und Gegenwind zu rechnen. Denn bei unklarer Faktenlage kann immer so oder anders entschieden werden. Was richtig oder falsch ist, lässt sich erst im Nachhinein sagen.
Den wissenschaftlichen Erkenntnissen zu einem neuen Krankheitserreger kommt deshalb höchste Priorität zu. Diese garantieren, dass die Entscheidfindung nicht im Nebel des Unwissens stattfinden muss. Was die jüngste Pandemie aber auch gezeigt hat: Es braucht in der Schweiz dringend eine zentrale Steuerung bei der Verteilung des Pandemie-Impfstoffs, und die Zulassung solcher Notfallmedikamente muss mit dem Ausland besser koordiniert werden. Zudem muss im Pandemieplan die starre Koppelung von Pandemie-Phasen und den darin zu ergreifenden Massnahmen aufgebrochen werden.
Wichtig ist schliesslich auch, dass die Behörden nicht nur den worst case vor Augen haben, sondern mehr als bis anhin in Szenarien denken, die auf klaren Risikoanalysen basieren. Diese Risiken gilt es Fachleuten wie Öffentlichkeit zu kommunizieren. Denn die Bevölkerung ist nicht an Beschwichtigungen und plakativen Ermahnungen interessiert, sondern an differenzierten Informationen, die auch den Stand des Nichtwissens berücksichtigen. Vielleicht müsste mit den Bürgern auch ein Dialog darüber geführt werden, gegen welche Risiken sie sich wie gut absichern wollen – dies auch im Hinblick auf konkurrierende Katastrophen und beschränkte Ressourcen.
Dialog um Sicherheitsbedürfnisse
Eine solche Partizipation könnte bedeuten, dass die Bevölkerung mitredet bei der Frage, wie viel Pandemie-Impfstoff der Staat einkaufen soll. Braucht es bei einer gewissen Risikosituation eine 100-Prozent-Garantie, oder wäre weniger Sicherheit vertretbar? Um solche Fragen zu beantworten, braucht es eine klare Vorstellung vom Konzept des Risikos. Dieses hat mehr mit Wahrscheinlichkeiten denn mit Sicherheiten und Wahrheiten zu tun. Weil ein Grossteil der Bevölkerung damit Mühe bekundet, müsste dieses Verständnis aber erst gefördert werden. Auch dazu könnte die Pandemie Anstoss sein.
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