Panikattacke was passiert im Körper

Panikattacke – was passiert im Körper?

Panikattacken sind für jeden, der sie erlebt, sehr beängstigend. Die starken begleitenden Symptome können wir oft nicht zuordnen. Mit diesem Beitrag möchte ich euch gerne verständlich erklären was genau bei einer Panikattacke für Prozesse im Körper ablaufen. Abschließend möchte ich zeigen, welche Maßnahmen helfen können, um eine Panikattacke auszuhalten und schnell zu beenden.

Panikattacken – was genau ist das?

Panik ist immer eine verstärkte Stresssituation unseres Organismus. Zunächst einmal nehmen wir durch Schmecken, Fühlen, Riechen, Hören oder Sehen etwas wahr. Diese Reize gelangen in das Gehirn. Durch Erfahrungen in der Vergangenheit interpretiert die Großhirnrinde die vorgegebenen Reize (Bspw. Scan-Geräusch an der Supermarktkasse). Habt ihr in der Vergangenheit Angst in bestimmten Situationen gehabt, interpretiert euer Gehirn diesen Moment als gefährlich. Diese Meldung geht dann an das lymbische System, dieses ist für unsere Gefühle zuständig. Der Hypothalamus bewirkt über eure Nervenbahnen in dem Nebennierenmark die Ausschüttung von Adrenalin, Noradrenalin, Kortisol und Kortison. Die Großhirnrinde verarbeitet dies nicht, sondern reagiert sofort. Jeder von uns kennt das, wir schrecken durch ein plötzlich auftretendes Geräusch auf. Unser Körper stellt sich sofort auf Flucht oder Kampf ein. Das sympathische Nervensystem tritt in Aktion. Es ist zuständig für die Aktivierung unseres Körpers. Unser Körper wird auf Kampf oder Flucht vorbereitet.

Veränderungen die durch das sympathische Nervensystem produziert werden

– Der Herzschlag wird beschleunigt und der Blutdruck steigt.

– Die Skelettmuskeln werden stärker durchblutet und spannen sich an, sodass wir bereit zum Kampf oder Flucht sind. ( jeder von uns kennt die typischen Nackenschmerzen nach einem Panikschub ).

– Unsere Bronchien erweitern sich, wir Atmen schneller, um unseren Körper besser mit Sauerstoff zu versorgen. Somit wird der Stoffwechsel beschleunigt.

– Unser Speichelfluss wird weniger und wird somit zähflüssig.

– Wir verlieren jegliche Lust auf Sex.

– Unsere Pupillen erweitern sich, damit wir besser sehen.

– Unsere Körpertemperatur steigt enorm an und wir haben kalte Schweißausbrüche (Zittern).

– Nervosität und Unruhe stellen sich ein.

Wie ihr anhand der Beispiele sehen könnt, hat alles seinen Prozess. Jegliche Panikreaktion soll uns schützen und nicht umbringen. Dieser Vorgang ist in keinem Fall schädlich für den menschlichen Organismus. Bis unser Körper wieder herunterfährt bleiben wir noch einige Zeit in Erregung. Freigesetztes Adrenalin und Noradrenalin muss schließlich erst mal abgebaut werden.

Wie lassen sich die verschiedenen Reaktionen erklären?

Schlecht Luft bekommen

Dies lässt sich damit erklären, dass die Bronchien verkrampfen und die Luftröhre sich verengt.

Schwindel und Benommenheit mit der Befürchtung eine Ohnmacht zu erleiden.

Grund hierfür ist die Verlangsamung der Herztätigkeit. Das Gehirn wird durch einen Blutdruckabfall mit weniger Sauerstoff versorgt.

Übelkeit durch Verkrampfung der Magenmuskulatur. Zittrige Gliedmaßen, das Gefühl zu schweben und vor Angst einfach umzufallen.

Eine Erklärung hierfür ist, dass die Skelettmuskulatur erschlafft. Keinen klaren Gedanken fassen zu können und den Eindruck zu haben, verrückt zu werden. Das ist eine ganz natürliche Schockreaktion. Für alles gibt es eine Erklärung. Also sollte man sich keine eigene Horrorgeschichte zusammen spinnen.

Wie kann ich den Abbau von Adrenalin und Noradrenalin beschleunigen?

Durch Entspannungstechniken und Bewegung. Ein paar mal die Treppe rauf und runter rennen bewirkt wahre Wunder. Auch diverse Meditationsübungen die man auch kostenlos bei Youtube finden kann, helfen in akuten Situationen wunderbar. Wenn ich in einer Panikattacke stecke, lege ich mich gerne auf den Rücken und falte meine Hände über dem Bauch zusammen. Ich atme 4 Sekunden tief durch die Nase ein und doppelt so lange durch den Mund wieder aus. Dabei stelle ich mir vor, gute Energie einzuatmen und das Negative wieder aus.

Fazit

Steigert euch nicht in eure Angstgedanken hinein. Seit euch immer bewusst, dass euch nichts passieren kann. Habt ihr das erst mal verstanden, kann es nur besser werden.

Das Vogelgrippe und Geflügelpest A B C

Bei einer toten Reiherente, die in Isernhagen gefunden wurde, hat sich der Verdacht auf Geflügelpest bestätigt. Um den Fundort wird ab Dienstag ein Sperrbezirk gezogen. Hunde im Umkreis von rund 10 Kilometern müssen an die Leine, Katzen im Haus bleiben. Das müssen Anwohner jetzt noch wissen.

Können Hunde und Katzen sich anstecken?  

Bisher sind keine Fälle bekannt, bei denen Hunde oder Katzen durch das Geflügelpestvirus krank geworden sind. Hunde und Katzen können das Virus aber aufnehmen und weiterverbreiten, ohne selber zu erkranken. Damit können sie das Virus weitertragen und sollten daher von erkranktem Geflügel fern gehalten werden.

Kann ich meinen Hund oder meine Katze impfen lassen?

Eine Impfung gegen Geflügelpest ist nicht verfügbar und wäre durch die große Variabilität des Virus auch nur bedingt sinnvoll.

Worin besteht genau die Gefahr?  

Mit dem Freilaufverbot für Hunde und Katzen soll verhindert werden, dass sie tote Wildvögel finden und durch die Gegend schleppen, sodass sich das Virus H5N8 weiter ausbreitet. Manche Hunde fressen auch gern Aas. Erkrankte Tiere lassen sich zudem in der Regel einfacher jagen, sodass sie für Katzen zu einer leichten Beute werden.

Gilt das Freilaufverbot auch für Jagdhunde?  

Jäger dürfen ihre Hunde nur noch angeleint mit ins Revier nehmen. Auch alle anderen Hundehalter müssen ihre Tiere wie zur Brut- und Setzzeit wieder an der Leine führen – und das nicht nur in der freien Landschaft, sondern auch in den Ortschaften.

Was können Katzen- und Hundehalter tun, damit ihre Tiere sich auch mal im Freien tummeln können?

Sie können bei der Region Hannover unter  www.hannover.de/vogelgrippe einen Ausnahmeantrag stellen. Die Halter müssen genau begründen, warum sie für ihre Katze oder ihren Hund eine Ausnahmegenehmigung haben wollen und wie sie den Freilauf gestalten wollen. Gute Chancen, dass der Antrag genehmigt wird, haben beispielsweise Katzenhalter, die sich dazu verpflichten ,ihre Tiere nur unter Aufsicht frei laufen zu lassen. Man kann auch eine Katze an der Leine spazieren führen – wenn sie es sich gefallen lässt.

Haben Sie Tipps für Katzenhalter, deren Tiere an Freilauf gewöhnt sind?

Katzen, die an Freilauf gewöhnt sind, lassen sich nur schwer längerfristig in der Wohnung halten. Wichtig ist, die Tiere zu beschäftigen und sie auszulasten. Da Katzen das Virus übertragen können, ist es wichtig, Infektionsketten zu unterbrechen. Katzen sollten daher von den Nutzgeflügelbeständen ferngehalten werden. Sie sollten auf keinem Fall Zugang zu den Stallungen haben, oder dort als „Schädlingsbekämpfung“ gegen Mäuse oder Ratten eingesetzt werden.

Wie wichtig ist es, dass sich jeder an die Auflagen in der Beobachtungszone hält?  
Das ist sehr wichtig. Das gilt vor allem auch für private Geflügelhalter mit nur wenigen Tieren. Auch sie müssen ihre Hühner, Enten oder Gänse im Stall lassen und die Hygienevorschriften beachten. Würde ein Vogelgrippefall in solch einem Kleinbestand auftreten, hätte das große Auswirkungen auf die Geflügelbetriebe sowie Hunde- und Katzenhalter im weiten Umkreis.

Was sollte man tun, wenn man Tierhalter beobachtet, die sich nicht an die Auflagen halten?  
Die Region hat ein großes Interesse daran, dass sich alle daran halten und eventuelle Verstöße gemeldet werden.

Weitere Hinweise für Anwohner

Was sollen Bürger tun, die eine verendete Ente an einem See oder eine verendete Meise im Garten finden?

Singvögel und Tauben sind von der Vogelgrippe äußerst selten betroffen und müssen nicht gemeldet werden. Bei Wildvögeln können Wasservögel, Greifvögel, Eulen, Störche, Kraniche, Krähen, Elstern, Fasane und Rebhühner an der Geflügelpest sterben. Wer einen verendeten Vogel entdeckt, sollte ihn nicht berühren. Finder sollten in der Landeshauptstadt die Feuerwehr und im Umland die Veterinärbehörde der Region unter (05 11) 61 62 20 95 verständigen.

Welche Regeln sind bei der Winterfütterung von Vögeln im Garten zu beachten?

Singvögel tragen das Virus normalerweise nicht in sich. Derzeit finden die Gartenvögel ausreichend Nahrung ohne eine besondere Fütterung. Grundsätzlich empfiehlt die Veterinärbehörde der Region, Futterschalen regelmäßig zu reinigen – unabhängig von der Geflügelpest. Der beste Schutz vor Krankheitserregern ist es, sich regelmäßig und gründlich die Hände mit Wasser und Seife zu waschen.

Was müssen Besitzer von Wellensittichen und Kanarienvögeln beachten?

Das Risiko für Wellensittiche und Kanarienvögel, sich mit der Vogelgrippe zu infizieren, ist gering, zumal die Tiere meist im Haus gehalten werden. Auch für Volieren im Außenbereich gibt es keine besonderen Vorschriften.

Gelten die verschärften Hygieneregeln wie das Desinfizieren nach Stallbesuchen auch für private Geflügelhalter, die vier Hühner oder zwei Enten haben?

Ja, die strengen Hygieneregeln gelten für alle Geflügelhalter.

Wie kontrollieren die Behörden die Einhaltung?

Die Region hat festgestellt, dass Nachbarn sehr aufmerksam verfolgen, wie Geflügelhalter mit den Tieren angesichts der Vogelgrippe umgehen, berichtet Sprecherin Christina Kreutz. Daher gebe es derzeit viele Hinweise auf Tiere, bei denen die Stallpflicht nicht eingehalten werde.

Welche Sanktionen drohen Geflügelhaltern, wenn sie gegen die Vorschriften verstoßen?

Möglich sind gebührenpflichtige Verwaltungsmaßnahmen und Ordnungswidrigkeitsverfahren von bis zu 30.000 Euro. Möglich wären auch privatrechtliche Haftungsforderungen von anderen Geflügelhaltern oder der Wirtschaft.

Vogelgrippe: In immer mehr Kommunen gilt Stallpflicht

Mehr als 300.000 Hühner, Enten, Gänse und Puten müssen jetzt eingesperrt werden müssen. Betroffen sind Züchter in Dortmund, Hagen und dem Kreis Unna. Grund ist der Fund einer toten Wildente mit Vogelgrippe-Virus am Hengsteysee. Der Umkreis von einem Kilometer um die Fundstelle des toten Tieres wurde zudem zum Sperrbezirk erklärt. Das  heißt, alle Züchter dort dürfen erstmal keine Tiere und zum Beispiel auch keine Eier mehr verkaufen.

Die Behörden wollen auf diese Weise verhindern, dass die Krankheit auf Nutztiere überspringt. Die Schutzmaßnahmen kurz vor dem Weihnachtsgeschäft erfordern von den Züchtern einiges an Improvisationstalent: Wer nicht genügend Platz in den Ställen hal, muss Zelte oder Ähnliches organisieren.

  • Mehr als 300.000 Tiere müssen in den Stall
  • Manche Geflügelzüchter brauchen zusätzlich Zelte
  • Anleinpflicht für Hunde

Dabei werden alle Hühner, Gänse und anderes Geflügel von Tierärzten auf Krankheitsanzeichen hin kontrolliert. In sehr großen Betrieben nehmen sie auch Blutproben, die dann im Labor analysiert werden. Sollte in einem der Ställe der Erreger festgestellt werden, müssten dort alle Tiere notgeschlachtet werden. Bislang wurde der Erreger in NRW allerdings nur bei Wildvögeln gefunden.

Verbreitung auch durch Hunde und Katzen

Auch Hunde- und Katzenbesitzer müssen aufpassen. In den kommenden Wochen sollen sie ihre Hunde an der Leine führen. Freilaufende Katzen sollten in dieser Zeit in der Wohnung bleiben. Die Verhaltensregeln sind eine Vorsichtsmaßnahme, denn die Tiere können sich zwar nicht mit dem H5N8-Erreger anstecken, ihn allerdings weiter verbreiten.

 

Nach Keulung startet Ursachensuche

Nach der Keulung von 30.000 Hühnern auf einem Hof im Kreis Schleswig-Flensburg wollen Experten heute die Ursache für den Ausbruch der Vogelgrippe herausfinden. Wie das Landwirtschaftsministerium in Kiel mitteilte, wird ein Team vom Greifswalder Friedrich-Loeffler-Institut die Massentierhaltung in Grumby untersuchen. Mit der Tötung der Hühner war am Sonntag begonnen worden. Anschließend sollen die Ställe gereinigt und desinfiziert werden.

Bei der Keulung werden die Hühner von einem Spezialbetrieb durch Stromschläge getötet und anschließend entsorgt. In der aktuellen Vogelgrippe-Welle war in Schleswig-Holstein erstmals das hochansteckende H5N8-Virus in einer geschlossenen Tierhaltung nachgewiesen worden. Unklar ist, wie das Virus in den Stall kam. „Die Situation ist besorgniserregend. Wir können nur hoffen, dass es ein Einzelfall ist“, sagte Umweltminister Robert Habeck (Grüne).

„Tote Wildvögel melden“

Die Vogelgrippe ist zurück in Deutschland. Wie gefährlich die Seuche ist, erklärt Deutschlands oberster Tierseuchenexperte, Thomas Mettenleiter.

Herr Mettenleiter, ist die Vogelgrippe wieder zurück in Deutschland?

Thomas Mettenleiter: Wir sehen derzeit ein Vogelgrippegeschehen bei Wildvögeln in Deutschland im Norden entlang der Ostseeküste, aber auch im Süden am Bodensee. Dort haben auch Schweiz und Österreich Vogelgrippefälle gemeldet. Die Niederlande, Polen, Ungarn und Kroatien haben ebenfalls Infektionen mit dem hochpathogenen Vogelgrippevirus H5N8 festgestellt. Ein kleiner Putenbestand in Schleswig-Holstein ist ebenfalls betroffen.

Immer wieder gab es in den letzten Jahren Fälle von Vogelgrippe, nicht nur in Asien auch in Europa, warum erreicht das Virus jetzt wieder Deutschland?

Der jetzt wieder aufgetretene Erreger vom Typ H5N8 wurde schon 2014 und 2015 in Europa nachgewiesen. Jetzt hat er sich möglicherweise etwas verändert, das untersuchen wir gerade. Da sich Influenzaviren aber ständig verändern, wäre das nicht unerwartet.

Was ist dieses Mal anders als bei der letzten großen Vogelgrippe-Welle in Deutschland vor zehn Jahren?

2006 hat das Virus vom Typ H5N1 zu einer Epidemie bei Wildvögeln geführt, jetzt ist es H5N8, also ein anderer Erreger. Beides sind Viren des hochpathogenen Typs, also stark krankmachend für Nutzgeflügel.

Wie groß ist die Gefahr für Menschen sich mit dem Virus anzustecken?

Bisher sind uns keine Infektionen des Menschen mit H5N8 bekannt. Im Gegensatz zu H5N1 ist H5N8 noch nie beim Menschen nachgewiesen worden.

Was raten Sie Bürgerinnen und Bürgern, kann man noch in den Zoo gehen oder Enten füttern?

Derzeit ist es wichtig, Funde von toten Wildvögeln, vor allem Wasservögel wie Enten oder Gänse an die örtliche Veterinärbehörde zu melden. Dann kennen die Behörden die Fundorte genau und können die notwendigen Untersuchungen einleiten. Enten füttern ist nach wie vor möglich.

Einige Umweltschützer sehen die eigentliche Quelle für die Grippe nicht bei den Wildvögeln, sondern bei der kommerziellen Geflügelhaltung, was sagen Sie dazu?

Das nahezu gleichzeitige Auftreten von H5N8 zunächst ausschließlich bei Wildvögeln in Kroatien, Polen, Ungarn, Deutschland, Österreich, der Schweiz und den Niederlanden deutet klar auf ein primäres Seuchengeschehen im Wildvogelbereich in Europa hin, nicht im Nutzgeflügelbestand. Dies ähnelt der Situation von vor zehn Jahren mit der Wildvogelepidemie durch H5N1.

 

Geflügelpest: Erster Verdacht bei Nutzgeflügel

Die Geflügelpest in Schleswig-Holstein weitet sich nach Angaben des Umweltministeriums aus. Heute wurden erstmals Proben von verendeten Puten aus einer kleinen Geflügelhaltung positiv auf Vogelgrippe-Viren des Subtyps H5 getestet, teilte das Ministerium mit. Eine endgültige Feststellung der Geflügelpest durch das Friedrich-Löffler-Institut (FLI) stehe noch aus. Alle 18 Puten des Halters verendeten. Weitere Tiere des kleinen Betriebes müssen nun vorsorglich gekeult werden. Umweltminister Robert Habeck (Grüne) sprach von einer schlechten Nachricht. „Angesichts der hohen Aggressivität des Virus war eine solche Entwicklung aber zu erwarten“, sagte der Minister. Sie sei sehr besorgniserregend. Er unterrichtete bereits das Bundeslandwirtschaftsministerium über die Lage.

Stallpflicht im ganzen Land
Laut Umweltministerium hatte der Tierhalter seine Tiere nach Bekanntwerden des Geflügelpestverdachts bei Wildvögeln in Schleswig-Holstein ausschließlich im Stall gehalten. Landesweit müssen Hühner, Gänse und alle anderen Geflügelarten im Stall oder einer Volière bleiben. Bei einer Gruppe toter Enten im Kreis Rendsburg-Eckernförde konnten Experten ebenfalls den Geflügelpest-Erreger H5N8 nachweisen. Die fünf toten Vögel lagen nach Angaben der Kreisverwaltung am Ufer der Schlei in der Gemeinde Fleckeby. Nach Schleswig-Holstein ist jetzt auch Mecklenburg-Vorpommern von der Vogelgrippe betroffen. Agrarminister Till Backhaus (SPD) teilte mit, das besonders ansteckende Virus sei bei mehreren toten Wildvögeln im Raum Greifswald nachgewiesen worden. In Mecklenburg-Vorpommern und in Hamburg gilt von Montag an eine Stallpflicht. Auch mehrere Landkreise in Niedersachsen reagierten auf den Ausbruch und verhängten mit sofortiger Wirkung vorsorglich eine Stallpflicht.

Kinder GPS Uhr

Ich habe am Montag unsere Kinder GPS Uhr erhalten. Gekauft wie der Name es bereits sagt über www.kinder-gps-uhr.com

Habe am gleichen Tag die App dazu runtergeladen. Gekauft wurde das Modell Kinder GPS Uhr New York zu finden auf http://www.kinder-gps-uhr.com/de/shop/gps-uhr-new-york/

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Vogelgrippe ist zurück in Deutschland

Die Vogelgrippe ist zurück in Deutschland: Für das Sterben von mehr als 200 Vögeln in Schleswig-Holstein ist das Virus H5N8 verantwortlich. Auch aus Süddeutschland und Nachbarländern wurden Vogelgrippe-Fälle gemeldet. Bisher sind nur Wasservögel und keine Geflügelbestände betroffen. Experten sind in großer Sorge und raten zur Vorsicht.

Eine gefährliche Form der Vogelgrippe ist in Schleswig-Holstein ausgebrochen. Landwirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) erließ am Dienstag im ganzen Bundesland eine Stallpflicht für sämtliches Geflügel. Betroffen sind rund 12 000 Geflügelhalter mit fast fünf Millionen Hühnern, Puten, Enten oder Gänsen. Dies sei ein harter Eingriff, sagte Habeck. «Aber der Ausbruch in einem Bestand hätte noch gravierendere Folgen.» Bei einem Befall müsste ein Bestand komplett gekeult werden. Auch aus Polen, Kroatien, Ungarn und am Bodensee wurden Vogelgrippe-Fälle gemeldet. Unklar ist, ob es einen Zusammenhang zwischen den Ausbrüchen gibt.

Im Kreis Plön in Schleswig-Holstein wurde bei toten Wildvögeln Vogelgrippe festgestellt. Das Veterinäramt richtete einen Sperrbezirk von mindestens drei und ein Beobachtungsgebiet von mindestens weiteren sieben Kilometern um die Fundstellen der Wildvögel ein.
Durch Zugvögel könnte die Verbreitung des Virus kaum mehr kontrollierbar werden Insbesondere an toten Reiherenten, aber auch Blässhühnern, Schwänen, Gänsen sowie Möwen an mehreren Plöner Seen wurde erstmals in Schleswig-Holstein der Geflügelpest-Erreger des Subtyps H5N8 nachgewiesen. Das bestätigte das für Tierseuchen zuständige Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) am Dienstag auf der Ostseeinsel Riems (Mecklenburg-Vorpommern).
„Das akute Krankheitsgeschehen bei den Wildvögeln ist in dieser massiven Ausprägung besorgniserregend“, sagte Habeck. Angesichts der akuten Vogelgrippe-Fälle in Polen, Kroatien, Ungarn und am Bodensee sehe er ein großes Krisenszenario. Es bestehe der Verdacht, dass es sich um den gleichen Erreger handeln könnte, auch wenn das Ergebnis vom Bodensee noch ausstehe. In Polen ist es der gleiche Erreger. Das polnische Veterinäramt schloss einen Zusammenhang zu den jüngst entdeckten Vogelgrippe-Fällen in Deutschland nicht aus. Das Ausbreiten des Virus durch Zugvögel sei nicht zu kontrollieren. Auf die Frage, ob er eine bisher nicht dagewesene Dimension der Vogelgrippe befürchte, antwortete Habeck: „Ja, die Sorge ist da.“

250 tote Vögel in mehreren Seen bei Plön
Es handelt es sich um eine Geflügel stark krankmachende Variante, die deswegen auch Geflügelpest genannt wird. Bei fast jedem untersuchten Kadaver sei das Virus festgestellt worden, ergänzte ein Experte des Ministeriums. Sämtliche zu untersuchenden Kadaver waren per Kurierdienst schnellstmöglich zum FLI gebracht worden.

Seit dem Wochenende wurden mehr als 200 tote Vögel im Großen Plöner See und angrenzenden Seen entdeckt. Am Dienstag bargen mit Mundschutz und Gummihandschuhen geschützte Mitarbeiter der örtlichen Stadtwerke etwa 50 weitere Kadaver. Die Situation ändere sich ständig, sagte ein Experte des Ministeriums. Die Entwicklung sei nicht absehbar. Sollten weitere Kadaver aus anderen Seen ebenfalls belastet sein, müssten die Sperrbezirke und Beobachtungsgebiete ausgeweitet werden.
Für Menschen besteht wahrscheinlich keine Gefahr
Das Risiko für Menschen durch den H5N8-Erreger gilt als sehr gering.

„Infektionen des Menschen mit H5N8 Viren sind bislang nicht bekannt“, zitierte Habeck das Bundesinstitut für Risikobewertung. „Eine Übertragung des Erregers (H5N8) über infizierte Lebensmittel ist theoretisch denkbar, aber unwahrscheinlich.“

Aus den Sperrbezirken dürfe 21 Tage und aus Beobachtungsgebieten 15 Tage Geflügel nicht gebracht werden. Auch der Handel in den Bezirken sei verboten. Die Bestände im Sperrbezirk müssen zudem regelmäßig untersucht werden. Außerdem müssen Proben genommen werden und es gelten strenge Maßnahmen etwa zu Stallhygiene und Desinfektion.
Aufstallungsgebot in ganz Schleswig-Holstein.

Das landesweite Aufstallungsgebot begründete Habeck damit, dass verschiedene Wildvogelarten betroffen sind, die nicht nur am Wasser bleiben. Der Geflügelwirtschaftsverband Schleswig-Holstein und Hamburg begrüßte das landesweite Aufstallungsgebot, „wenngleich diese Maßnahme kontinuierlich auf Basis der sich stets ändernden Risikoabschätzung überprüft werden sollte“.

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (Bund) Schleswig-Holstein appellierte, Wildvögel nicht einseitig als Ursache in den Fokus zu rücken. „Die Erfahrungen bei den vergangen Fällen von Vogelgrippe haben gezeigt, dass die größten Infektionsherde häufig rund um die industriellen Geflügelhaltungen zu finden waren“, sagte Ole Eggers, Bund-Landesgeschäftsführer in Schleswig-Holstein. Die Übertragungswege müssten unvoreingenommen aufgeklärt werden.
Zuletzt traten im Winter 2014 Fälle der Vogelgrippe H5N8 in Deutschland auf. Damals waren vor allem Mastbetriebe in Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen, aber auch in den Niederlanden betroffen. Als wahrscheinlichster Übertragungsweg wurden 2014 laut Bund die internationalen Handelsströme, insbesondere zu den Massentierhaltungsanlagen in Asien, identifiziert.

Küssen im Winter ist gefährlich

Insgesamt stecken sich jedes Jahr etwa 10 bis 20 Prozent der Deutschen an, und zwar quer durch alle Alterschichten, wobei nicht jeder Infizierte erkrankt. In den meisten Fällen wird die Influenza durch Tröpfcheninfektion übertragen. Die Viren werden beim Niesen, Sprechen, Husten, Küssen weitergegeben. Sie können sich für eine gewisse Zeit aber auch auf Kontaktflächen wie beispielsweise Türklinken halten und werden dann beim Händeschütteln übertragen.

Nachgewiesenermaßen fassen sich Menschen bis zu hundert Mal am Tag in ihr Gesicht, die Finger gelangen dabei an die Augen, die Nase, den Mund. Über die Bindehäute der Augen oder über die Schleimhäute der Nase und des Mundes wandern die Viren in den Mund-Rachen-Raum. Dort besiedeln sie die Zellen der Schleimhaut und vermehren sich in ihnen.

In diesem frühen Moment der Infektion fühlen sich die Betroffenen noch gar nicht krank. Dennoch sind sie schon ansteckend für ihre Mitmenschen. Sie bleiben es noch etwa drei bis fünf Tage lang, dann ist die Gefahr für andere vorüber.

Wer sichergehen will, dass er sich nicht mit einer Grippe ansteckt, sollte Menschenmengen meiden – oder ein paar einfache Hygieneregeln, etwa gründliches Händewaschen, beherzigen.

Einfallstor Flughafen: Forscher wollen Pandemien verhindern

Flughäfen sind faszinierende und geheimnisvolle Orte. Doch die Tore der Welt bergen auch Gefahren: Terroristen, Waffen und Viren können ins Land kommen. Um die Terroristen und die Waffen kümmern sich Polizei und Zoll. Doch was ist mit den Viren? Diesem Thema widmet sich seit Kurzem eine Forschungsgruppe am Institut für Industriebau und Konstruktives Entwerfen an der TU Braunschweig.

Die Wissenschaftler unter Leitung der Architekten Wolfgang Sunder und Jan Holzhausen wollen Flughäfen dabei helfen, sich für den Ernstfall vorzubereiten. Dann etwa, wenn bei einer Pandemie ein Flugzeug mit einem oder gleich mehreren hochinfizierten Passagieren ankommt. „Dann muss es ein System geben, das in solchen Fällen anläuft“, sagt Holzhausen.

Entscheidend sei eine darauf ausgerichtete Infrastruktur, bei der sich ganze Bereiche schnell vom Rest des Flughafens abtrennen lassen. „Die Anforderungen sind dabei ähnlich wie an ein Krankenhaus, wo ja auch niemand weiß, wie ansteckend der Patient im nächsten Transport für andere ist.“

Pandemie – immer wenn an einem Ort dieser Welt ein Virus massiv zuschlägt, geht dieses Wort vielen schnell von den Lippen. Aber was ist das eigentlich? „Eine Pandemie ist eine sich schnell weiter verbreitende, ganze Landstriche, Länder und Kontinente erfassende Krankheit“, schreibt die Bundesärztekammer.

Vor zwei Jahren war die Angst davor in Europa besonders präsent. Damals raffte Ebola in einigen westafrikanischen Ländern innerhalb weniger Monate Tausende Menschen dahin. Es lässt sich darüber streiten, wie berechtigt diese Angst war und ist. In jedem Fall können sich Viren in einer vernetzten und globalisierten Welt leichter verbreiten als jemals zuvor.

„Flughäfen sind dabei natürlich stets ein besonders empfindlicher Ort“, sagt Dirk Brockmann vom Robert Koch-Institut in Berlin. Der Wissenschaftler hat Modelle entwickelt, mit denen sich Verbreitungswege von Infektionen über Flughäfen nachvollziehen lassen. „So können wir erkennen, welche Kontinente und Städte besonders gefährdet sind, je nachdem an welchem Ort der Welt sich infizierte Menschen in ein Flugzeug setzen“, sagt Brockmann.

So wütete etwa Ebola besonders heftig in den Ländern Sierra Leone, Liberia und Guinea. „Deshalb war die Importwahrscheinlichkeit an französischen und englischen Flughäfen, also in den Ländern der ehemaligen Kolonialmächte, besonders hoch“, sagt Brockmann.

Die Architekten in Braunschweig wollen mit ihrem Forschungsprojekt aber auch herausfinden, wie sich Erreger innerhalb der Flughäfen verbreiten. „Wie bewegen sich die Menschen und damit auch die Erreger durch das Gebäude? Wo sind die Risikozonen?“, erklärt Sunder. Dabei geht es ihnen nicht nur um die bauliche Beschaffenheit der Flughäfen. Mit im Boot sitzen neben weiteren Forschungsinstitutionen auch Reinigungsfirmen und Kunststoffhersteller.