Habituationstraining und Expositionstherapie – Kampfansage gegen die Angst

Beim Habituationstraining auch Expositionstherapie genannt wird die realistische Angstsituation in einer abgestuften Annäherungshierarchie vorgegeben.

Bei systematischer Desensibilisierung werden die Angstsituationen in hierarchischer Rangfolge zunächst nur bildhaft vorgestellt, dann real vom schwächsten bis zum stärksten Angstreiz gesteigert. Beim Angstbewältigungstraining soll der Patient Angst und Spannungsgefühle vorzeitig wahrnehmen und beim Auftreten von Angst zuvor erlernte Entspannungsübungen wie Atemtechniken und muskuläre Entspannung einsetzen. Somit wird der Patient der unter Angststörungen leitet mit dem Konfrontiert das ihm eigentlich innerlich die Hölle bedeutet. Nun nehmen wir ein Beispiel auf unserem Leben.

Es gibt einige Menschen die haben Angst vor Hunden. Stellen Sie sich nun vor Sie haben ein Hund aber ihr Freund oder Nachbar hat Angst vor ihrem Hund! Wie würden Sie es nun ihrem Freund oder Nachbar beibringen? Nun richtig Sie würden diese Person dazu überreden den Hund näher kennenzulernen, streicheln und eventuell zusammen Gassi gehen. Genau daran setzt das Habituationstraining an. Sie werden mit dem konfrontiert von dem Sie Angst haben.

Ein anderes Beispiel wäre eine Person die Angst hat alleine durch die Einkaufsstrasse zu bummeln. Er bekommt alle Symptome einer Angst und Panikatacke und denkt er fällt jeden Moment zusammen. Wenn nun aber diese Person in dieser Situation bleibt, was nicht einfach für diesen Menschen wird kann er daraus lernen das Panikattacken ihm nichts anhaben können. Es bringt nichts nach einer Panikattacke aus der Situation zu flüchten. Damit wird dem Patienten nicht die Angst genommen und es entsteht das Gegenteil. Der Patient hat dann immer noch Angst und traut sich nicht in diese Situationen sondern flüchtet und meidet diese Situationen. Wenn der Patient aber in dieser Situation trotz Angstattacken bleibt dann kann er lernen das diese Situationen in Wirklichkeit keine Bedrohungen darstellen und somit bekommt er immer weniger Angst davor. Bis irgendwann die Angst ganz weg ist.

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