Ebola -Patientin gefährdete Menschenleben

Eine mit dem Ebola-Virus infizierte Frau ist in Liberia aus dem Krankenhaus geflohen und hat anschließend Dutzende Menschen in Lebensgefahr gebracht. Es handelt sich derzeit um die einzige bestätigte lebende Ebola-Infizierte in dem westafrikanischen Land.

Die Frau habe sich angesteckt, als sie ihre an der Seuche erkrankte und später gestorbene Schwester versorgt habe, teilte die US-Botschaft in der Hauptstadt Monrovia mit.

Die Zeitung „Front Page Africa“ berichtete am Donnerstag, die Frau habe in der Nacht zum 29. März die Isolierstation in einer Klinik in Monrovia verlassen und ein Taxi genommen, um ihren Ehemann zu besuchen. In dem Fahrzeug befanden sich fünf weitere Menschen. Anschließend sei sie mit einem Motorradtaxi weiter gereist.

Die Gesundheitsbehörden konnten die Schwerkranke mittlerweile ausfindig machen. Sie wurde mit ihrer gesamten Familie in ihrem Haus unter Quarantäne gestellt. Die Menschen, mit denen sie in Kontakt gekommen war, seien ebenfalls kontaktiert worden und würden von Ärzten überwacht, hieß es.

Das gefährliche Virus war vor mehreren Wochen zunächst im Nachbarland Guinea ausgebrochen, wo bereits 83 Menschen an Ebola gestorben sind. Weitere 127 Menschen sind dort infiziert. In Liberia starben mindestens zwei Menschen an Ebola. Neben der einen bestätigten Erkrankten gibt es nach Regierungsangaben rund ein Dutzend Verdachtsfälle. Bisher gibt es gegen die Krankheit weder eine Impfung noch eine Therapie.

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