Die kleinen Viren-Schleudern aus der Kita

Eine neue Studie zeigt: Verschnupfte Kinder haben erstaunlich oft Influenza-Viren. Für ein gesundes Kind ist das in der Regel ungefährlich, doch es verbreitet den Erreger oft in der ganzen Familie.

Schnupfnase, Scharlach, Magen-Darm-Infekt – besuchen Kleinkinder eine Kita, mutieren sie oft zu echten Virus-Schleudern. Besonders ganz zu Beginn und im Winter werden manche gar nicht mehr richtig gesund.

„Wir sprechen von Infekt-Ketten“, sagt Hans-Michael Mühlenfeld. Der Vorsitzende des Instituts für Hausärztliche Fortbildung arbeitet seit 20 Jahren als Hausarzt in Bremen. Und nicht selten stecken sich früher oder später auch Eltern und Geschwister an.

Doch was für die Familien anstrengend ist, und vielen Eltern Sorgen bereitet, ist in den meisten Fällen ganz normal – und nach Expertenmeinung sogar wichtig für die Kindesentwicklung. „Wenn ein Kleinkind eine Virusinfektion durchmacht, entwickelt es eine Immunität – also einen Schutz von längerer Dauer – gegen den Erreger.

Das ist ein sinnvoller Prozess, wir können hier auch von der Schule des Immunsystems sprechen“, sagt Johannes G. Liese. Er ist Leiter der Pädiatrischen Infektiologie und Immunologie am Universitätsklinikum Würzburg.

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