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Niederlande: Erneut Vogelgrippe in einer Legehennenfreilandhaltung

In der niederländischen Gemeinde Swifterbant (Flevoland) wurde be Legehennen ein H5-Vogelgrippevirus festgestellt. Das teilt das Agrarministerium in Den Haag mit. Die 40.000 Legehennen in Freilandhaltung wurden entsprechend der EU-Vorschriften getötet und unschädlich beseitigt.

In den Niederlanden kommt es immer wieder zu Vogelgrippeausbrüchen in Freilandbetrieben. Da die Quarantänemaßnahmen, Verbringungs- und Exportverbote auch umliegende Geflügelbetriebe betreffen, stehen die niederländischen Freilandhalter in der Kritik der Geflügelhalter, die ihre Tiere im Stall vor dem Kontakt zu Wildvögeln schützen.

Die weltweiten Ausbrüche der so genannten Vogelgrippe (besser: Aviären Influenza, da sie hauptsächlich bei Geflügel vorkommt und bei Wildvögeln nur sehr selten gefunden wird, wie die umfangreichen Monitoringprogramme belegen) zeigen ganz klar, dass Stallhaltung vor den Erregern nicht schützt. Das Gegenteil ist der Fall: In Cloppenburg wurden Hunderttausende von Puten in Stallhatlung gekeult – wegen derartiger Errege, in China boomen Intensivhaltungen – und die hohen Tierzahlen belegen, dass es sich bei den erkrankten Tieren nicht um Freilandhaltungen, sondern um Intensivhaltungen handelt.

Gerade H7N9 in China zeigt, dass das Problem in der Geflügelindustrie liegt, welche Mutationen von Viren durch Ermöglichung des schnellen Wirtswechsels (das schnelle Überspringen der Viren führt zu beschleunigter Evolution und begünstigt Gen-Shift) fördert. Dort redet schon niemand mehr von Wildvögeln, sondern die Geflügelindustrie wird dort nun schon klar benannt.

Es scheint sich also hierzulande und in den Niederlanden eher um ein Ablenkungsmanöver der Geflügelindustrie zu handeln. Fakt ist, dass sich höher pathogene Viren bei Wildvögeln nie lange hielten und sie jetzt kaum noch bei ihnen zu finden sind. Die Warnung vor Wildvögeln läuft daher ins Leere. Die Frage ist, wie lange wir noch Tiere so halten wollen, dass Anfälligkeit, schnelle Ausbreitung von Viren und Bakterien und Mutationen gefördert werden. Ein höherer Individualabstand, Wechselausäufe, Kaltscharrbereiche, Stangen, Wechsel der Einstreu und vernünftige Desinfektion nach der Ausstallung sollten erste Schritte sein.