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2019-nCoV: Kann das Coronavirus mutieren

2019-nCoV: Kann das Coronavirus mutieren

Jedes neuartige Virus wird sich mit der Zeit ändern. Entweder sieht das Virus danach anders aus oder er hat andere Fähigkeiten, möglicherweise auch beides. Das ist eine Mutation. Diese Fähigkeiten die sich ändern können dazu führen das dieses Virus in diesem Falle das 2019-nCoV Coronavirus gefährlicher wird. Da das Coronavirus neu im Menschen nachgewiesen worden ist bedeutet es, dass es sich womöglich in Zukunft in den nächsten Wochen oder Monaten seine Fähigkeiten oder das aussehen ändern wird.

China meldet knapp 3000 Infizierte und 80 Tote

Von der Stadt Wuhan ausgehend breitet sich das Coronavirus inzwischen weltweit aus.

Die Zahl der Toten durch die neuartige Lungenkrankheit in China ist bis Montag um 24 auf 80 gestiegen. Innerhalb eines Tages kletterte die Zahl der bestätigten Infektionen mit dem neuen Coronavirus in der Volksrepublik sogar um mehr als 700 auf 2744, wie das Staatsfernsehen unter Berufung auf die chinesischen Behörden berichtete. Mit den rund 50 Fällen außerhalb Chinas sind damit bislang fast 2800 Fälle weltweit bestätigt.

Die Zahl der Infizierten in China kann weiter stark steigen, da es rund 5800 Verdachtsfälle gibt, bei denen die Diagnose noch nicht abgeschlossen ist. Von den Patienten in China seien 461 schwer erkrankt, berichtete das Staatsfernsehen. Allein in der Elf-Millionen-Metropole Wuhan und der umliegenden Provinz Hubei wurde der Zustand von weiteren 69 Erkrankten als kritisch beschrieben.

Die Übertragungsfähigkeit des Erregers nehme etwas zu, die Erkenntnisse der Behörden über das neuartige Virus seien aber noch begrenzt, erklärte Chinas Nationale Gesundheitskommission.

Inzwischen hat das Virus auch Europa erreicht. In Frankreich wurden am Freitag drei Verdachtsfälle bestätigt. Ein Verdacht in Berlin-Gesundbrunnen bestätigte sich am Sonntag allerdings nicht. Aus anderen Ländern wurden ebenfalls einzelne Fälle gemeldet, darunter Thailand, Japan, Südkorea, Taiwan, Vietnam, Australien, die USA und Kanada.

Am Samstag hatte China landesweite Maßnahmen angeordnet: Im gesamten öffentlichen Verkehr werden Messstationen eingerichtet. Fünf weitere Städte wurden abgeriegelt – insgesamt sind es nun 18 Städte mit zusammen 56 Millionen Einwohnern. Dennoch sagt Chinas Zentrum für Seuchenkontrolle, Sars sei gefährlicher gewesen.

2019-nCoV – Coronavirus

2019-nCoV – das ist der Name des Coronavirus aus China. 

Am 31. Dezember 2019 wurde das China-Büro der Weltgesundheitsorganisation (WHO) durch die chinesischen Behörden offiziell darüber informiert, dass sich im Dezember 2019 mehrere Fälle von schwerer Lungenentzündung (Pneumonie) in der Stadt Wuhan ereignet hatten, für die als Ursache ein bislang uncharakterisiertes infektiöses Agens angenommen wurde. Bis zum 3. Januar 2020 wurden der WHO insgesamt 44 Erkrankte gemeldet, darunter mehrere schwer Kranke. Einige der Erkrankten waren Verkäufer oder Händler auf dem Huanan-Fischmarkt (chinesisch 华南海鲜批发市场, Pinyin Huánán hǎixiān pīfā shìchǎng ‚Südchinesischer Großhandelsmarkt für Fische und Meeresfrüchte‘) von Wuhan. Der Markt wurde daraufhin durch die Behörden am 1. Januar 2020 geschlossen und desinfiziert. Sprecher der WHO erklärten es für wahrscheinlich, dass die Quelle der Infektion auf dem Markt zu suchen sei. Die Bekanntmachung rief weltweite Aufmerksamkeit hervor, weil sie Erinnerungen an die in Südchina entstandene SARS-Pandemie 2002/2003 weckte, die damals weltweit mehr als 700 Todesopfer gefordert hatte.Am 7. Januar 2020 gab der mit der Virusidentifizierung leitend befasste chinesische Virologe Xu Jianguo (徐建国) bekannt, dass es sich bei dem Krankheitserreger um ein neues Coronavirus handle. Dies hätten Untersuchungen von Blutproben und Rachenabstrichen von 15 Erkrankten ergeben. Dies wurde in einer Stellungnahme der WHO am 9. Januar 2020 bestätigt. Am 13. Januar 2020 wurde die komplette Genomsequenz eines Isolats des neuen Coronavirus in der NCBI-GenBank hinterlegt (GenBank-Nummer MN908947).

Namensvorschläge, das Virus nach seinem Ort der Erstidentifikation, der Stadt Wuhan, Wuhan respiratory syndrome coronavirus (WRS-CoV) zu benennen, wurden nicht berücksichtigt. Ein möglicher von Fachleuten genannter Grund sind Beschwerden in der Vergangenheit, als Viren ihren Namen nach einzelnen Ländern oder Regionen erhalten hatten (beispielsweise das Middle East respiratory syndrome coronavirusMERS-CoV). In die NCBI Taxonomie-Datenbank (die für Virusnamen und -klassifikationen nicht maßgebend ist) wurde das Virus zunächst unter der Bezeichnung Wuhan seafood market pneumonia virus aufgenommen.

Das Isolat Wuhan-Hu-1 (GenBank-Nummer MN908947) von 2019-nCoV zeigte phylogenetisch die größte Ähnlichkeit mit zwei Coronavirus-Isolaten von Fledermäusen aus China, die in den Jahren 2015 und 2017 charakterisiert wurden. Das Virusgenom des Isolats umfasst 29.875 bp mit 281 bp bzw. 325 bp langen untranslatierten Bereichen am 5′- bzw. 3′-Ende. Die putativen kodierenden Bereiche verteilen sich auf 10 Proteine: ein 7096 Aminosäuren (AS) langes ORF1ab-Polyprotein, ein 1282 AS langes Oberflächen-Glykoprotein (S), ein 75 AS Hüllprotein (E), 222 AS Membran-Glykoprotein (M), ein 419 AS Nukleokapsid-Phosphoprotein und weitere 5 Proteine (ORF3a, ORF6, ORF7a, ORF8 und ORF10). Dies entspricht in der Abfolge der Gene dem SARS-Virus und allen Coronaviren.