Vogelgrippe ist in Offenbach angekommen

Geflügelpest in Offenbach: Stallpflicht für Hausgeflügel

Die Laborergebnisse der toten Schwäne in Offenbach bestätigen eine schlimme Befürchtung. Nun ist auch im Stadtgebiet die Vogelseuche angekommen. Die Stadt warnt eindringlich.

Offenbach – Die Laborergebnisse haben Gewissheit gebracht: Die Geflügelpest ist in Offenbach angekommen. Das haben Untersuchungen des Friedrich-Loeffler-Instituts bei mehreren toten Schwänen, die im Stadtgebiet Offenbach gefunden wurden, ergeben. Das teilte die Stadt mit.

Die Geflügelpest, in der Öffentlichkeit als Vogelgrippe bekannt, ist seit November 2020 vermehrt in Norddeutschland aufgetreten. Nachgewiesen wurde das Virus vor allem bei Wildvögeln, allerdings waren auch Bestände von Nutzgeflügel betroffen. „Das saisonale Auftreten der Geflügelpest im Herbst und Frühjahr hängt mit dem Vogelzug zusammen und tritt typischerweise an Flüssen, Teichen und Seen auf“, berichtet die Stadt Offenbach. Die Geflügelpest kann bei Hühnern, Puten und anderem Nutzgeflügel auftreten.

Vor dem Nachweis in Offenbach trat die Geflügelpest bereits in mehreren anderen hessischen Gemeinden auf. Um die Geflügelpest im Stadtgebiet einzudämmen, tritt laut der Stadt Offenbach eine Stallpflicht für jegliches Hausgeflügel in Kraft. „Die Vögel dürfen keinen Auslauf ins Freigelände bekommen. Alle Halter von Geflügel sind zusätzlich zu größter Sorgfalt bei den Hygienemaßnahmen in ihren Ställen aufgerufen. Treten im Stall eine erhöhte Sterblichkeitsrate oder verdächtige Krankheitssymptome wie Fieber, Appetitlosigkeit oder Teilnahmslosigkeit auf, sollen die Geflügelhalter umgehend ihren Tierarzt benachrichtigen“, fordert die Stadt die Tierhalter in Offenbach auf.

Wer im Stadtgebiet einen kranken oder toten Wildvogel wie einen Schwan, eine Ente oder Gans findet, soll dies dem Veterinäramt melden. Auch tote Greifvögel und Eulen können betroffen sein und sollten dem Veterinäramt gemeldet, aber auf keinen Fall mit bloßen Händen angefasst werden. Vereinzelt verendete Singvögel oder Tauben müssen nicht gemeldet werden, außer es handelt sich um mehrere Tiere, teilte die Stadt Offenbach mit.

Eine Übertragung auf den Menschen ist bei diesem Krankheitserreger unwahrscheinlich. Laut Robert-Koch-Institut haben bisherige Erfahrungen gezeigt, dass nur Menschen mit engem Kontakt zu infiziertem Nutzgeflügel gefährdet sind. Insgesamt ist das Risiko jedoch auch dann als sehr gering einzuschätzen. Der Verzehr von Geflügel und Eiern ist ebenfalls unbedenklich, da nur gesunde Tiere geschlachtet werden dürfen.