Erster Mensch mit Vogelgrippe H7N4 infiziert

Betroffen war eine 68-jährige Frau mit vorbestehenden Grunderkrankungen, die wegen einer schweren Pneumonie stationär behandelt wurde. Sie hat mittlerweile das Krankenhaus wieder verlassen. Die Frau hatte zuvor Kontakt zu Geflügel gehabt.

Vogelgrippe wird von Virussubtypen der Influenza A hervorgerufen. Primäre Erregerwirte sind Wasservögel, aber auch Nutzgeflügel kann betroffen sein. Das Erkrankungs-Spektrum bei den Tieren reicht von inapparenten Infektionen, milden Erkrankungen bis hin zu tödlichen Verläufen.

Menschen erkranken nur sehr selten, allerdings werden vor allem aus Ägypten, China, Indonesien, Kambodscha und Vietnam Infektionen mit einzelnen Subtypen sporadisch gemeldet, etwa mit H5N1, H7N9 oder H9N2. Betroffene haben sich dabei über infiziertes Geflügel oder auch deren Federn oder Ausscheidungen infiziert.
Risikogebiete meiden!

Übertragungen von Mensch zu Mensch sind nicht etabliert. Auch beim Menschen variieren die Symptome von einer milden Erkrankung der oberen Atemwege über eine schwere Pneumonie und Atemnot bis hin zu einem Schock oder auch zum Tod. Generell verlaufen Infektionen mit A(H5N1) und A(H7N9) aggressiver als zum Beispiel mit A(H7N7) oder A(H9N2).

Zur Vorbeugung einer Vogelgrippe sollte in Risikogebieten der Kontakt mit Geflügel sowie einer kontaminierten Umgebung vermieden werden.

Ebenso sollte auf eine gute persönliche Hygiene sowie Nahrungsmittelhygiene geachtet werden. Gegen Influenza A(H5N1) gibt es eine vorbeugende Impfung. Die saisonale Influenzaimpfung bietet keinen Schutz gegen die Vogelgrippe.