Vogelgrippe H5N8: Erreger wieder bei Wildvögeln festgestellt

Erstmals seit Mai dieses Jahres wurde das Vogelgrippe-Virus H5N8 bei Wildvögeln in Deutschland registriert. Im Sperrbezirk gilt die Stallpflicht.

Nahe Seeburg im Landkreis Mansfeld-Südharz wurde das Vogelgrippe-Virus H5N8 bei drei toten Schwänen nachgewiesen. In einem Radius von einem Kilometer wurde rund um den Fundort ein Sperrbezirk errichtet.

Darüber hinaus ist ein Beobachtungsgebiet mit einem Radius von drei Kilometern eingerichtet worden. Innerhalb des Sperrbezirks sind neun Geflügelhalter mit 120 Tieren betroffen, im Beobachtungsgebiet seien 62 Geflügelhalter mit rund 1239 Tieren ansässig. Ab sofort gilt für die betroffenen Betriebe Stallpflicht.
Vogelgrippe vom Löfflerinstitut nachgewisen

Die Schwäne waren bereits vergangene Woche Dienstag gefunden worden. Das hochansteckende Virus wurde durch das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) in allen drei Proben nachgewiesen, teilte das Landwirtschaftsministerium in Magdeburg mit. Zuletzt registriert wurde die in Europa kursierende Vogelgrippe H5N8 hierzulande im Mai bei einem Wildvogel. Die Viren können laut der Experten im Boden überdauern und Tiere später infizieren. Darüber hinaus sei es aber möglich, dass sie über Wildvögel neu nach Deutschland eingetragen werden.