Erste Grippesaison nach der Pandemie

Neue Influenzaviren bedeuten nicht den Untergang, sie stellen aber eine potenzielle Bedrohung dar. Was wir aus der letzten Pandemie lernen können.

Für die Grippe war das Jahr 2009 ein Schicksalsjahr. Zuvor wurden die jährlich vom Bund organisierte Impfkampagne gegen die saisonale Influenza wie auch die Grippewelle selbst als unspektakuläre Ereignisse wahrgenommen. Es gab ein paar gute Gründe für die Impfung und ein paar weniger gute dagegen. Damit war das Thema vom Tisch – bis zur nächsten Grippesaison.

Das ist nun anders. Seit der letztjährigen Pandemie ist die Grippe ein Dauerbrenner. Bei vielen überwiegen noch immer die Kritik und der Spott für das, was im März 2009 in Mexiko seinen Ursprung nahm und innert Kürze in die gesamte Welt verbreitet wurde: das neue, pandemische Influenzavirus vom Typ H1N1, das auch die Schweiz während Monaten im Griff hielt.

Wissenschaftlich basierte Risikoanalyse

Diese Sicht ist nicht fair. Denn sie verkennt die Möglichkeit, dass alles viel schlimmer hätte kommen können. Dass ein solches Szenario kein Gespenst der Phantasie ist, wissen wir spätestens seit dem Auftreten eines anderen Influenzavirus, des Erregers der Vogelgrippe H5N1. Dieser war zu einer viel höheren Letalität befähigt als der Schweinegrippe-Stamm. Sein Handicap und unser Glück war, dass H5N1 praktisch nicht von Mensch zu Mensch übertragbar ist. Es braucht aber nicht viel Phantasie, um sich einen Hybrid-Erreger vorzustellen, der die beiden gefährlichen Eigenschaften von Schweine- und Vogelgrippevirus in sich vereint.

Die Erfahrungen mit der jüngsten Pandemie zeigen die Schwierigkeiten bei der Beurteilung von neuen Infektionskrankheiten, mit denen Wissenschafter und Behörden zu kämpfen haben. Denn das Risiko eines neuartigen Krankheitserregers wird erst mit zunehmender Zeitdauer abschätzbar. Das war auch bei der Schweinegrippe so. Erst im Verlauf hat sich gezeigt, dass die Letalität der Krankheit am Anfang überschätzt wurde. Ein Grund war, dass das neue Virus schon viel länger in Mexiko zirkulierte, als man angenommen hatte. Bei Bekanntwerden der ersten Todesfälle waren deshalb schon sehr viele Personen angesteckt worden – die meisten unerkannt und ohne Symptome –, was die ursprüngliche Zahl der Todesfälle relativiert.

Zwischen Panikmache und Verharmlosung

In einer derart unsicheren Situation wie dem Beginn einer Pandemie ist es für alle schwierig, den richtigen Weg zwischen unnötiger Panikmache und fataler Verharmlosung zu finden. Denn die beiden Extreme sind die zwei Seiten derselben Medaille, die auf eine potenzielle Bedrohung hinweist. Dass dabei irrationale Ängste freigesetzt werden, die mit sachlichen Argumenten allein nicht vollständig einzudämmen sind, ist aus der Psychologie bekannt. Entscheidungsträger haben in dieser Phase mit besonders viel Kritik und Gegenwind zu rechnen. Denn bei unklarer Faktenlage kann immer so oder anders entschieden werden. Was richtig oder falsch ist, lässt sich erst im Nachhinein sagen.

Den wissenschaftlichen Erkenntnissen zu einem neuen Krankheitserreger kommt deshalb höchste Priorität zu. Diese garantieren, dass die Entscheidfindung nicht im Nebel des Unwissens stattfinden muss. Was die jüngste Pandemie aber auch gezeigt hat: Es braucht in der Schweiz dringend eine zentrale Steuerung bei der Verteilung des Pandemie-Impfstoffs, und die Zulassung solcher Notfallmedikamente muss mit dem Ausland besser koordiniert werden. Zudem muss im Pandemieplan die starre Koppelung von Pandemie-Phasen und den darin zu ergreifenden Massnahmen aufgebrochen werden.

Wichtig ist schliesslich auch, dass die Behörden nicht nur den worst case vor Augen haben, sondern mehr als bis anhin in Szenarien denken, die auf klaren Risikoanalysen basieren. Diese Risiken gilt es Fachleuten wie Öffentlichkeit zu kommunizieren. Denn die Bevölkerung ist nicht an Beschwichtigungen und plakativen Ermahnungen interessiert, sondern an differenzierten Informationen, die auch den Stand des Nichtwissens berücksichtigen. Vielleicht müsste mit den Bürgern auch ein Dialog darüber geführt werden, gegen welche Risiken sie sich wie gut absichern wollen – dies auch im Hinblick auf konkurrierende Katastrophen und beschränkte Ressourcen.

Dialog um Sicherheitsbedürfnisse

Eine solche Partizipation könnte bedeuten, dass die Bevölkerung mitredet bei der Frage, wie viel Pandemie-Impfstoff der Staat einkaufen soll. Braucht es bei einer gewissen Risikosituation eine 100-Prozent-Garantie, oder wäre weniger Sicherheit vertretbar? Um solche Fragen zu beantworten, braucht es eine klare Vorstellung vom Konzept des Risikos. Dieses hat mehr mit Wahrscheinlichkeiten denn mit Sicherheiten und Wahrheiten zu tun. Weil ein Grossteil der Bevölkerung damit Mühe bekundet, müsste dieses Verständnis aber erst gefördert werden. Auch dazu könnte die Pandemie Anstoss sein.

Forscher finden Gen für Depressionen – Neue Hoffnung für die Therapie.

US-Forscher haben ein Gen ausfindig gemacht, das möglicherweise eine wichtige Rolle bei der Entstehung von Depressionen spielt. Die Wissenschaftler von der Universität Yale wurden auf das Gen MKP-1 aufmerksam, als sie die DNA von 21 verstorbenen Menschen mit Depressionen mit dem genetischen Code von 18 Menschen ohne Depressionen verglichen. Die in der Fachzeitschrift Nature Medicine veröffentlichten Ergebnisse könnten nun zu der Entwicklung von besseren Medikamenten für depressive Patienten beitragen.

Das Gen reguliert den Forschern zufolge MAPK genannte Chemikalienströme im Gehirn, die grundlegend für die Funktion von Neuronen sind. Die Wissenschaftler schalteten bei Versuchsmäusen das Gen MKP-1 aus und stellten fest, dass die Tiere sehr stressresistent waren. Mäuse mit dem Gen hingegen entwickelten unter Stress depressionsähnliche Symptome. Die Funktion von MPK-1 könne somit “ein elementarer Grund oder zumindest ein bedeutsamer Faktor” für die Entstehung von Depressionen sein, erklärte der Hauptautor der Studie, Ronald Duman.

Die Tests haben demnach eine wichtige Rolle von MKP-1 bei der Entstehung von Depressionen bestätigt. Die Forscher gehen außerdem davon aus, dass die Menge des neu entdeckten Gens auch die Schwere der Krankheit regelt. Sie bezeichnen diesen Zustand als biologischen Dimmer, der die Funktion der Nervenzellen im Gehirn enorm beeinflussen kann. Das bedeutet, je mehr MKP-1 im Gehirn der Betroffenen vorhanden ist, umso stärker sind die Depressionen ausgebildet.

Wenn also dieses Gen beim Menschen ebenso ausgeschaltet werden könnte, wären sie wahrscheinlich belastbarer und würden auf Stress nicht so schnell mit Symptomen einer Depression reagieren.

Bisher war man auch in Fachkreisen der klinischen Psychologie eher der Annahme, dass Depressionen und andere psychische Krankheiten zwar eine genetische Komponente hätten, aber umweltbedingte Faktoren eine genauso starke Ursache wären. Durch die Ergebnisse der Forscher sei das Gen MKP-1 nun als mögliches Ziel für die Behandlung mit einer neuen Klasse von Medikamenten ausgemacht worden, teilte die Universität Yale mit.

Fakten zur Krankheit Depression in Deutschland:

  • In Deutschland leiden rund vier Millionen Menschen aktuell an Depressionen.
  • 25 % aller Deutschen bekommt mindestens einmal im Leben eine Depression wobei schätzungsweise nur die Hälfte überhaupt erkannt und behandelt wird.
  • Die Ausgaben des Gesundheitssytems für die Behandlung von Depressionen sind nach Herzkreislauferkrankungen die dritt höchsten.
  • Für den Staat belaufen sich die indirekten Kosten durch Produktivitätsverlust und Arbeitsausfälle auf mehrere Milliarden Euro.

Parallelwelt Internet Angst und Panik

Parallelwelt Internet Angst und Panik

Angst und Panik ist ein grosses Problem in unserer Gesellschaft, viele sind Betroffen viele schweigen darüber. Früher hat es oftmals Autoren oder Bücherschreiber getroffen, seit der EURO Umstellung und Verlust Angst auch viele Otto Normalbürger. Seit einigen Jahren beobachte ich aber auch vermehrt die Berufsgruppe die im Internet sehr aktiv sind. Oftmals sind es selbstständige die Berufs bedingt sich häufig oder ausschließlich mit dem Internet Beschäftigen und fleißig am Surfen sind. Diese Personen nehmen an Foren teil schreiben Blog Einträge und fast alles spielt sich im Internet ab. Egal ob Privat oder Beruflich. Diese Gruppe der Menschen entwickelt eine Parallelwelt im Kopf. Diese Personen steigern sich hinein sind mit dem Kopf immer in der Virtuellen Welt das Internet. Das kopfseitige abschalten fällt immer schwerer. Zwangsgedanken bestimmen das Leben, ist wieder eine Email eingegangen, wer hat wohl der Kunde geschrieben, wird der Kunde mich nun eventuell im Forum schlecht reden, ich habe die Rechnung nicht bezahlt ob schon eine Mahnung eingegangen ist. Solche Gedanken spielen sich im Kopf der ab. Was folgt sind Atemnot, Enge-Gefühl in Brust und Kehle, Herzrasen, chweiß und Schwindel wie hier beschrieben http://vogelgrippeblog.info/2010/10/atemnot-als-zeichen-von-panik/ – Eine Panikattacke und Angstattacke.

Was tun bei Panikattacken und Angstattacken ?

Ersteinmal sollte der Hausarzt aufgesucht werden. Teilen Sie den Arzt nicht gleich mit das Sie eine Panikattacke dahinter vermuten sonst wird er Sie gleich zu einem Neurologen/Psychiater schicken. Psychiater sollte nun in diesem Fall nicht direkt falsch interpretiert werden. Sie sind nicht verrückt! Sollte der Hausarzt ebenfalls der Meinung sein das es eine Panikattacke oder Angstatacke war/ist wird er Sie an einen Neurologen/Psychiater überweisen. Meistens kann der Hausarzt auch einen direkt empfehlen. Wenn nicht einfach mal in Google nach Neurologen/Psychiater Stadt googeln und einfach anrufen und das Problem schildern. Wenn Sie dann einen Termin bekommen haben auf jeden Fall hingehen. Sie erzählen ihre Erlebnisse und werden sicherlich dann erst einmal ein Medikament erhalten. Das Sie entweder in Notfällen oder täglich einnehmen sollen.

Verhaltenstherapie bei Angst und Panik

Parallel dazu wird Er/Sie ihnen eine Verhaltenstherapie empfehlen. Eine Verhaltenstherapie können Sie bei einem Psychologen machen. Der unterschied zwischen einem Psychiater und Psychologen ist das der Psychiater Ihnen Medikamente verschreiben kann und der Psychologe nicht. Sie sollten auf jeden Fall die Verhaltenstherapie durchziehen, den nur so können Sie es in Griff bekommen.

Grippeimpfung schützt auch vor H1N1-Viren

Regionsbewohner, die sich vor der beginnenden Grippesaison impfen lassen, erhalten mit dem aktuellen Impfstoff erstmals in diesem Jahr auch einen Schutz vor dem Virus H1N1. Das hat das niedersächsische Landesgesundheitsamt mitgeteilt.

Mit dem Erreger der sogenannten Schweinegrippe hatten sich von April 2009 bis August 2010 bundesweit 226.000 Menschen infiziert, in der Region Hannover waren es rund 3030. Auch wer bereits an Schweinegrippe erkrankt war, sollte sich impfen lassen, denn eine Infektion schützt nicht vor einer erneuten Ansteckung mit dem H1N1-Virus.

Der neue Grippeimpfstoff ist bereits ausgeliefert worden und liegt in den Arztpraxen bereit. Mit dem Höhepunkt der Grippesaison 2010/2011 rechnen Fachleute im Januar und Februar, halten aber auch schon eher eine Grippewelle für möglich. Das neue Serum enthält auf Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation drei Komponenten mit den in den vergangenen Jahren am häufigsten nachgewiesenen Grippeerregern. Dazu gehören neben H1N1 auch H3N2, ein Wirkstoff gegen Influenza B sowie verschiedene Untergruppen. Für über 60-Jährige gibt es außerdem einen besonderen Impfstoff mit einem Wirkstoffverstärker, weil deren Immunsystem im Vergleich zu jüngeren Menschen schwächer ist.

Der Fachbereich Gesundheit der Region Hannover rät vor allem Risikopatienten mit chronischen Erkrankungen wie Diabetes, Leber- und Nierenkrankheiten oder Erkrankungen der Atemwege zum Grippeschutz. Impfen lassen sollten sich auch über 60-Jährige, Bewohner von Alten- und Pflegeheimen sowie Beschäftigte öffentlicher Einrichtungen wie Krankenhäusern und Kindertagesstätten. Seit Juli 2010 rät die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung ausdrücklich auch Schwangeren zur Grippeschutzimpfung. Für Risikopatienten übernehmen die Krankenkassen die Impfkosten, für die Übrigen entfällt zumindest die Praxisgebühr.

Atemnot als Zeichen von Panik

Plötzliche Atemnot, Enge-Gefühl in Brust und Kehle, Herzrasen oder Schweiß und Schwindel – diese Symptome können auf eine Panikattacke hindeuten. „Die Betroffenen erleben einen Zustand einer mehr oder weniger ausgeprägten körperlichen und psychischen Alarmreaktion“, sagt Fritz Hohagen von der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN).

Oft steigern sich die spontanen Anfälle binnen weniger Minuten und klingen dann wieder ab. Viele Betroffene interpretieren die Symptome als organischen Störung, was die Panik weiter anfacht.

Grippe gefährlich für Raucher

Raucher sind im Fall einer Grippe-Infektion besonders gefährdet. Im Vergleich zu Nichtrauchern erleiden sie wesentlich häufiger Komplikationen und sterben eher, wie die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin berichtet.

Bei Rauchern komme es offenbar zu einer unkontrollierten, übersteigerten Immunreaktion bei der Abwehr der Influenza-Viren. Wer regelmäßig rauche, riskiere, dass das Immunsystem bei der Abwehr entgleise, was das Risiko von schweren Komplikationen wie einer Lungen- oder Herzbeutelentzündung erhöhe.

Welttag des Händewaschens

Unter dem Motto „Mehr als nur ein Tag“ setzen sich Kinder, Eltern und Lehrer in aller Welt gemeinsam mit UNICEF für eine bessere Hygiene im Alltag ein. Die Beteiligten aus über 80 Ländern nehmen den Welttag des Händewaschens am 15.Oktober zum Anlass, über Zusammenhänge von Hygiene und Krankheiten aufzuklären, teilte UNICEF mit.

Wenn Händewaschen mit Seife zu einer Gewohnheit wird, reduziere dies das Risiko von Durchfallerkrankungen um mehr als 40 %, hieß es bei UNICEF. Die Organisation könne ein Stück Seife schon für 15 Cent bereitstellen.

SYCREST neues Mittel gegen Angst und Panik

SYCREST, ein atypisches Antipsychotikum, erhielt am 1. September die Marktzulassung in der EU für die Behandlung von mittelstark bis stark ausgeprägten manischen Episoden im Zusammenhang mit einer Bipolar-I-Störung bei Erwachsenen. Die Marktzulassung gilt für alle 27 EU-Mitgliedstaaten.

In den USA wird Asenapin unter dem Namen SAPHRIS vermarktet. Seit dem 13. August 2009 besitzt das Arzneimittel die Zulassung der US-amerikanischen Food and Drug Administration (FDA) für die akute Behandlung von Schizophrenie bei Erwachsenen und für die akute Behandlung von manischen oder gemischten Episoden im Zusammenhang mit Bipolar-I-Störung mit oder ohne psychotische Merkmale bei Erwachsenen. Am 7. September 2010 wurden in den USA zwei zusätzliche neue Arzneimittelanwendungen (sNDA) für SAPHRIS genehmigt und die Produktindikationen damit auf die Behandlung von Schizophrenie bei Erwachsenen, als Monotherapie für die akute Behandlung von manischen oder gemischten Episoden im Zusammenhang mit einer Bipolar-I-Störung bei Erwachsenen sowie als Zweittherapie mit Lithium oder Valproat für die akute Behandlung von manischen oder gemischten Episoden im Zusammenhang mit einer Bipolar-I-Störung erweitert.

Weitere Zulassungsanträge für Asenapin wurden für andere Märkte gestellt und stehen noch aus.

Wichtige Sicherheitsinformationen

Ältere Patienten mit demenzbedingter Psychose

Bei älteren Patienten mit demenzbedingter Psychose unter Behandlung mit Antipsychotika besteht ein erhöhtes Sterberisiko. Sycrest ist nicht für die Behandlung von Patienten mit demenzbedingter Psychose zugelassen und wird für die Anwendung bei dieser speziellen Patientengruppe nicht empfohlen.

Malignes Neuroleptika-Syndrom

Unter Behandlung mit Antipsychotika, einschließlich Asenapin, ist das maligne Neuroleptika-Syndrom (MNS) aufgetreten, das durch Hyperthermie, Muskelsteifigkeit, autonome Instabilität, veränderten Bewusstseinszustand und erhöhte Serumwerte der Kreatinphosphokinase gekennzeichnet ist. Die klinischen Anzeichen umfassen außerdem Myoglobinurie (Rhabdomyolyse) und akute Niereninsuffizienz. Sollte ein Patient Anzeichen und Symptome entwickeln, die auf MNS hinweisen, ist Sycrest abzusetzen.

Krampfanfälle

In klinischen Studien sind während der Behandlung mit Asenapin gelegentlich Krampfanfälle aufgetreten. Sycrest ist daher bei Patienten mit Epilepsien in der Krankheitsgeschichte oder mit Erkrankungen, die mit Krampfanfällen einhergehen, mit Vorsicht anzuwenden.

Suizid

Die Möglichkeit von Suizidversuchen ist bei Psychosen und Bipolar-Störungen immer gegeben. Hochrisikopatienten sollten daher während der Behandlung engmaschig überwacht werden.

Orthostatische Hypotonie

Asenapin kann eine orthostatische Hypotonie und Ohnmachtsanfälle induzieren, insbesondere zu Beginn der Behandlung. Möglicherweise ist dies auf die α1-adrenergenen antagonistischen Eigenschaften des Wirkstoffs zurückzuführen. Das Risiko einer orthostatischen Hypotonie ist besonders bei älteren Patienten erhöht. In klinischen Studien traten während der Behandlung mit Sycrest gelegentlich Ohnmachtsanfälle auf. Vorsicht ist angezeigt, wenn Sycrest bei älteren Patienten und bei Patienten mit bekannter Herzkreislaufkrankheit (z. B. Herzinsuffizienz, Herzinfarkt oder Ischämie des Herzmuskels, Erregungsleitungsstörungen), zerebrovaskulärer Krankheit oder Krankheiten, die den Patienten anfälliger für niedrigen Blutdruck machen (z. B. Dehydrierung und Hypovolämie), angewendet wird.

Tardive Dyskinesie

Arzneimittel mit antagonistischer Wirkung auf den Dopaminrezeptor sind mit der Induktion einer tardiven Dyskinesie in Zusammenhang gebracht worden. Typisch hierfür sind rhythmische, unkontrollierte Bewegungen, hauptsächlich der Zunge und/oder des Gesichts. In klinischen Studien sind während der Behandlung mit Asenapin gelegentliche Fälle von tardiver Dyskinesie aufgetreten. Das Einsetzen extrapyramidaler Symptome gilt als Risikofaktor für tardive Dyskinesie. Sollten bei einem mit Sycrest behandelten Patienten Anzeichen und Symptome einer tardiven Dyskinesie auftreten, dann ist das Absetzen der Behandlung in Erwägung zu ziehen.

Hyperprolaktinämie

Bei einigen Patienten ist es unter Sycrest zu einem Anstieg des Prolaktinspiegels gekommen. Im Rahmen klinischer Studien wurde von einigen wenigen unerwünschten Reaktionen im Zusammenhang mit einem anomalen Prolaktinspiegel berichtet.

QT-Intervall

Die Anwendung von Asenapin scheint nicht mit einer klinisch relevanten QT-Verlängerung einherzugehen. Vorsicht ist aber geboten, wenn Sycrest Patienten mit bekannter Herzkreislaufkrankheit oder familiärem Auftreten einer QT-Verlängerung verschrieben wird, sowie bei gleichzeitiger Anwendung mit anderen Arzneimittelprodukten, die eine mögliche Verlängerung des QT-Intervalls bewirken.

Hyperglykämie und Diabetes mellitus

Während der Behandlung mit Asenapin ist es gelegentlich zu Hyperglykämie oder einer Verschlechterung einer bereits vorhandenen Diabeteserkrankung gekommen. Die Beurteilung des Zusammenhangs zwischen der Anwendung eines atypischen Antipsychotikums und Blutzuckeranomalien ist durch die Möglichkeit eines erhöhten Basisrisikos für Diabetes mellitus bei Patienten mit Schizophrenie oder Bipolar-Störung und die steigende Inzidenz von Diabetes mellitus in der allgemeinen Bevölkerung erschwert. Bei Diabetespatienten und Patienten mit Risikofaktoren hinsichtlich der Entwicklung eines Diabetes mellitus ist eine entsprechende klinische Überwachung ratsam.

Dysphagie

Eine Behandlung mit Antipsychotika wurde mit einer Dysmotilität der Speiseröhre und Aspiration in Verbindung gebracht. Bei mit Sycrest behandelten Patienten wurden gelegentlich Fälle von Dysphagie berichtet.

Regulierung der Körpertemperatur

Antipsychotika können vermutlich die Fähigkeit des Körpers zur Senkung der Körperkerntemperatur beeinflussen. Den klinischen Studien zufolge scheint Asenapin keine klinisch relevante Fehlregulierung der Körpertemperatur zu bewirken. Wird Sycrest Patienten verschrieben, die sich in Situationen begeben, die ggf. zu einem Anstieg der Körperkerntemperatur führen, z. B. anstrengender Sport, Aufenthalt in extrem heißem Klima, Einnahme begleitender Arzneimittel mit anticholinerger Wirkung oder Dehydrierung, sind entsprechende Vorsorge und Überwachung ratsam.

Patienten mit starker Beeinträchtigung der Leberfunktion

Bei Patienten mit stark beeinträchtigter Leberfunktion (Child-Pugh-Klasse C) ist die Asenapin-Exposition um den Faktor 7 erhöht. Die Anwendung von Sycrest bei solchen Patienten wird daher nicht empfohlen.

Parkinson-Krankheit und Demenz mit Lewy-Körperchen

Wird Antipsychotika, wie z. B. auch Sycrest, Patienten mit Parkinson-Krankheit oder Demenz mit Lewy-Körperchen (DLB) verschrieben, ist das Risiko gegenüber den Vorteilen der Behandlung abzuwägen, da bei beiden Gruppen unter Umständen ein erhöhtes Risiko für malignes Neuroleptika-Syndrom und eine verstärkte Empfindlichkeit gegenüber Antipsychotika vorliegen kann. Die verstärkte Empfindlichkeit kann sich als Verwirrung, Benommenheit, Gangunsicherheit mit häufigen Stürzen sowie mit extrapyramidalen Symptomen äußern.

Arzneimittelwechselwirkungen

Vorsicht ist geboten, wenn Asenapin in Kombination mit anderen zentral wirksamen Arzneimitteln angewendet wird. Den Patienten sollte angeraten werden, während der Einnahme von SYCREST auf den Genuss von Alkohol zu verzichten. Darüber hinaus ist auch bei gleichzeitiger Anwendung von SYCREST und Fluvoxamin (einem CYP1A2-Inhibitor) und Arzneimitteln, die sowohl Substrate als auch Inhibitoren von CYP2D6 sind (z. B. Paroxetin), Vorsicht angezeigt.

Vollständige Verschreibungsinformationen sind den Fachinformationen des Arzneimittels zu entnehmen.

Internet verstärkt Hypochondrie

Menschen, die zu eingebildeten Krankheiten neigen, werden durch Internetseiten oft weiter verunsichert. „Hier gibt es viele Informationen, die völlig ungefiltert auf den Patienten einstürmen und vor allem auf ängstliche und unsichere Menschen sehr suggestiv wirken“, sagte Christian Albus von der Universitätsklinik Köln.

Das Netz lade geradezu dazu ein, ein Hypochonder zu werden. Etwa fünf bis zehn Prozent aller Patienten in ärztlichen Praxen sind seinen Schätzungen zufolge Hypochonder.

Pferde-Seuche

In Burggen ist ein Fall von infektiöser Anämie bei einem Pferd aufgetreten. Die Krankheit ist nicht auf den Menschen übertragbar. Aber das Pferd muss getötet werden.

Vor einem Jahr hatte die Pferdebesitzerin, die noch ein weiteres Tier besitzt, das Tier in Rumänien gekauft – alles ordnungsgemäß, wie Konrad Renner, Veterinäramtsleiter in Weilheim, betont. Doch laut bayerischem Gesundheitsministerium gibt es in Rumänien Gebiete, in denen die Seuche fest verwurzelt ist. Dort hatte sich offenbar auch das Pferd der Burggenerin angesteckt, ohne dass es bemerkt wurde.

Doch zuletzt hatten sich im Bundesgebiet die Fälle von infektiöser Anämie gehäuft. Die Krankheit tritt eigentlich nur sporadisch auf, doch plötzlich gab es innerhalb der vergangenen vier Wochen mehrere Fälle in Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz – und Bayern. Im Freistaat waren Pferdehöfe in den Regionen Main-Spessart, Würzburg und Tirschenreuth betroffen, sagte eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums. Bei der Überprüfung der Fälle stellte sich die Verbindung zu Rumänien heraus – offenbar wurde die Seuche von dort eingeschleppt.

Deshalb forderte das Ministerium alle Veterinärämter am 20. September auf, eine von der Deutschen Reiterlichen Vereinigung übermittelte Liste aller aus Rumänien stammenden Pferde zu überprüfen. „Von den geschätzt 10 000 bis 20 000 Tieren im Landkreis war das genau eines“, so Renner – und das erwies sich als Treffer. Am Mittwoch vergangene Woche wurde das Tier, das keine Symptome der Krankheit zeigte, untersucht und Blut abgenommen. Am Montag bestätigte das Landesamt für Gesundheit: Das Pferd ist tatsächlich erkrankt. „Der Betrieb wurde sofort gesperrt, und nachdem auch der Endbefund durch das nationale Referenzlabor des Friedrich-Loeffler-Instituts auf der Insel Riems positiv war, musste die Tötung des Tieres angeordnet werden“, sagte Renner. Es handele sich um ein normales Reitpferd in klassischer Hobbyhaltung. „Die Besitzerin ist natürlich am Boden zerstört“, so der Veterinäramtsleiter. Sie hoffe jetzt, dass ihr anderes Pferd gesund ist. Dessen Blut werde derzeit untersucht, ein Ergebnis soll am Dienstag vorliegen.

„Wir hoffen, dass der Fall glimpflich abgeht“, sagte Renner. Denn es habe kein Kontakt zu anderen Pferdehaltern bestanden, und ganz so einfach sei die Krankheit nicht übertragbar. Dennoch verbreitete sich die Nachricht über die Seuche wie ein Lauffeuer: „Wir haben sehr viele Anfragen bekommen, ein Pferd ist eben für die Besitzer etwas Besonderes.“ Das Veterinäramt wird unmittelbare Kontakttiere untersuchen und rät allen Pferdehaltern im Gemeindebereich Burggen, dasselbe zu tun. Ob das Burggener Pferd tatsächlich der einzige Rumänien-Import im Landkreis ist, kann Renner aber nicht sagen: „Hundertprozentige Sicherheit hat man da nicht.“ Es könnten also noch weitere ungeahnte Fälle in den Ställen schlummern.

Stichwort „Infektiöse Anämie“

-Die infektiöse Anämie ist eine virusbedingte Erkrankung des Blutes und der blutbildenden Organe. Es ist nur für Einhufer (Pferde, Esel, Maultiere, Maulesel, Zebras), nicht aber für andere Tierarten infektiös. Auch auf den Menschen ist es nicht übertragbar. Einmal infizierte Tiere bleiben lebenslang Virusträger und potentielle Virusausscheider, auch wenn sie keinerlei Krankheitserscheinungen erkennen lassen. Diese „stummen“ Virusträger stellen für die Verbreitung der Erkrankung eine große Gefahr dar.

-Direkte Kontaktinfektionen von Tier zur Tier sind äußerst selten. Hauptüberträger sind blutsaugende Insekten (Bremsen, Stechmücken und Stechfliegen). Die zur Infektion notwendige Virusmenge wird dabei wohl nur durch mehrmaliges Stechen des Virusträgers und -empfängers erreicht.

-Der Zeitraum vom Zeitpunkt der Infektion bis zum Auftreten von Krankheitsanzeichen (Inkubationszeit) schwankt zwischen einigen Tagen und sechs Wochen. Äußere Krankheitsanzeichen sind: Fieber bis 42°C, Appetitlosigkeit, Schwäche, Zittern, schwankender Gang, angelaufene Gliedmaßen bzw. Flüssigkeitsansammlung am Unterbauch oder Schlauch und dadurch bedingte Schwellungen, Abmagerung, Konditionsverlust, gelbe bis blasse Schleimhäute, punktförmige Blutungen auf den Schleimhäuten. Das Fieber tritt in unregelmäßigen Abständen immer wieder auf. In den fieberfreien Zeiten können die infizierten Pferde völlig unauffällig erscheinen, so dass die Erkrankung meist erst spät erkannt wird. Sie führt früher oder später zum Tod des Tieres.

-Einen Impfstoff gibt es nicht, auch keine Behandlungsmöglichkeit, es bleibt nur die Tötung infizierter Pferde sowie Quarantänemaßnahmen des Bestandes. Wichtig sind Hygienemaßnahmen wie unter anderem Sauberkeit im Stall, Vermeiden vom gemeinsamen Gebrauch von Sattelzeug und Bürsten und regelmäßige Entfernung von Pferdeäpfeln und Mist.