Auch hinter dieser Geschlechtskrankheit steckt ein Bakterium: Neisseria gonorrhoeae. Es heftet sich an die Schleimhautzellen der Harnröhre und des Gebärmutterhalses. Schon nach drei bis fünf Tagen bricht die Erkrankung aus: Beim Mann entzündet sich die Harnröhre mit eitrigem Ausfluss. Das Wasserlassen wird von starken Schmerzen begleitet. Bei Frauen vermehrt sich der Eindringling zudem oft im Gebärmutterhals und ruft auch dort eine eitrige Entzündung hervor. Im schlimmsten Fall können die Eileiter verkleben, eine Schwangerschaft bleibt für immer verwehrt. Das Bakterium breitet sich beim Kontakt mit der infizierten Schleimhaut aus: Gefahr besteht also bei allen Sexpraktiken ohne Kondom. Beim Berühren der Genitalien und anschließenden Augenreiben kann der Keim an die Augenlider verschleppt werden. Solche Spätfolgen lassen sich jedoch vermeiden, wenn man schon nach den ersten Anzeichen einer Gonorrhö, sofort den Arzt aufsucht: Antibiotika setzen der Krankheit so schnell, wie sie gekommen ist, ein Ende. Feigwarzen: Humanpapillomviren sind unter Jugendlichen weit verbreitet. Die Viren verursachen Feigwarzen an den Geschlechtsorganen. Bestimmte Virenstämme können nach vielen Jahren sogar Gebärmutterhalskrebs hervorrufen. Jedoch entwickelt nur ein sehr kleiner Teil der infizierten Frauen eine bösartige Geschwulst. Die Viren werden meistens beim ungeschützten Sex weitergegeben. Sie verlassen aber auch beim bloßen Hautkontakt ihre angestammte Warze und suchen sich einen neuen Nistplatz. Die Wucherungen können mit einem Laser entfernt werden, falls sie nicht von selbst zurückgehen. Seit Herbst 2006 können sich Jungen und Mädchen vorbeugend gegen Humanpapillomviren impfen lassen. Bei Zwölf- bis 17-jährigen Mädchen übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten. Die Spritze verhindert eine Infektion und schützt vor Gebärmutterhalskrebs.
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