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Syphilis

Sie galt schon fast als besiegt, ist in den vergangenen Jahren aber wieder zurückgekehrt. Schuld an der Syphilis ist das Bakterium Treponema pallidum, das nicht nur beim Geschlechtsverkehr die Ufer wechselt, sondern auch beim Oralsex. Drei bis vier Wochen nach einem folgenschweren Intermezzo bildet sich an der Infektionsstelle ein schmerzloses Geschwür, dessen Rand verhärtet ist. Einen Monat später kommen Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen dazu. Man könnte es für eine Grippe halten, wären da nicht braunrosa Knötchen, die schließlich nässen. In diesem Stadium ist die Krankheit hochinfektiös und kann sehr leicht übertragen werden – auch durch bloßen Hautkontakt. Dadurch kann die Syphilis auch an untypischen Stellen, etwa am Bein, ausbrechen. Nach vier Monaten heilen die Knötchen und Geschwüre ab. Dennoch muss das Bakterium mit Antibiotika beseitigt werden, sonst kann die Krankheit wiederkommen und zum chronischen Leiden werden.