Die Immunschwächekrankheit ist nach wie vor die gefährlichste aller Geschlechtskrankheiten. Das auslösende HI-Virus verbreitet sich beim ungeschützten Sex über kleine Risse in der Schleimhaut. Besonders riskant ist Analverkehr ohne Kondom. Zwei bis sechs Wochen nach der Infektion mit HIV klagen Betroffene über Fieber, geschwollene Lymphknoten und Übelkeit. Diese Symptome klingen jedoch wieder ab. Für einige Jahre treiben die HI-Viren dann im Stillen ihr Unwesen. Erst danach bricht die eigentliche Krankheit Aids aus: Das geschwächte Immunsystem kann sich nicht mehr gegen sonst harmlose Erreger wehren. Eine Heilung gibt es bis heute nicht. Durch Kombination mehrerer Arzneien, die sogenannte Haart-Therapie (Highly Active Antiretroviral Treatment), wird der Krankheitsverlauf jedoch gebremst. Die Therapie verlängert die Lebenserwartung, beinhaltet jedoch auch Nebenwirkungen. So sammelt sich das Körperfett am Bauch, während Arme und Beine immer dünner werden. Da das HI-Virus sehr wandlungsfähig ist, darf eine einmal begonnene Therapie nicht unterbrochen werden. Sonst bilden sich rasch Resistenzen gegen die Medikamente.
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